Sonntag, 24. Juli 2016

16. Dezember 2013 18:51 Uhr

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Ist die neue Autobahn eine Holperstrecke?

Es gibt Kritik an der Fahrbahn der neuen A8. Es könnte sein, dass nachgebessert werden muss.

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In vielen Bereichen auf der A 8 fließt der Verkehr schon auf der neuen Fahrbahn. Dort, wo der Verkehr über den hellgrauen Belag läuft – wie hier im Bereich Adelsried – beschweren sich einige nun über die Straßeneigenschaft.
Foto: Marcus Merk

Clemens Jandl ist jeden Tag auf der A8 unterwegs – den Großteil seines Weges zur Arbeitsstelle in Günzburg legt der Stadtberger dabei auf der Autobahn zurück. Verständlich ist, dass Jandl einer derjenigen ist, die dem A-8-Ausbau entgegenfiebern. Doch auch wenn seit diesem Jahr bereits über 40 Kilometer der neuen Autobahn freigegeben sind, hält sich die Begeisterung Jandls in Grenzen. Der Grund ist sein Fahrgefühl auf der neuen A8. „Ich finde die Fahrbahnoberfläche nicht gerade berauschend. Teilweise habe ich den Eindruck, über ein Waschbrett mit mal mehr, mal weniger tiefen Rillen zu fahren. Da zittert und vibriert teilweise das Lenkrad“, beklagt er sich.

Bei der Betreibergesellschaft Pansuevia verweist der technische Projektleiter Gianluca Beraldo auf die Untersuchung, die vor Eröffnung der Autobahn erfolgte. Dabei handelt es sich um eine allgemeine Untersuchung: Mit Lasern wurde die Straßenoberfläche auf Fehler untersucht. Beraldo sagt: „Wir erwarten in den kommenden Wochen das Ergebnis.“ Als Grenzwert für die Ebenheit der Autobahn gelten vier Millimeter Abweichung bei einer Länge von vier Metern. „Wenn wir diese Grenze nicht einhalten, werden wir was unternehmen müssen“, so Gianluca Beraldo.

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In einer Sache widerspricht Beraldo der Einschätzung von Jandl jedoch. „Die Autobahn hat keine Rillen, sondern Fugen. Dieses Fugenmuster ist gewollt und sollte das Fahrverhalten eigentlich nicht beeinflussen.“ Die Fugen sollen verhindern, dass die Fahrbahndecke aus Beton Risse bekommt. Denn im Gegensatz zu Autobahnen, die aus Asphalt gebaut worden sind, benötigen die Betondecken solche Fugen. Unter einer 29 Zentimeter dicken Betonschicht verhindert ein Vlies, dass die Fahrbahnplatten mit dem Untergrund fest verbunden sind.

Die Gefahr, dass die Autobahndecke im Sommer wegen lang anhaltender Hitze aufplatzt, gibt es damit also nicht. Eine Fahrbahn aus Beton ist zwar teurer als ein Belag aus Asphalt, hat aber für das Unternehmen Vorteile – eigentlich. Denn der Waschbeton ist formstabiler, witterungsresistenter und haltbarer als Asphalt – ein wichtiges Argument für die Betreibergesellschaft Pansuevia. Schließlich muss das Unternehmen die A8 nicht nur bauen, sondern sie auch bis 2041 betreiben. Eine Betonfahrbahn muss somit erst nach rund 30 Jahren erneuert werden – bei Asphaltautobahnen rechnen Straßenbauingenieure mit etwa 15 Jahren. Auch die neue A8 zwischen Augsburg und München wurde mit Beton gebaut.

Umso ärgerlich wäre es, wenn nun an der Fahrbahn nachgebessert werden müsste, sagt Beraldo. Clemens Jandl hätte aber wohl nichts dagegen. Er fragt: „Bin ich der Einzige, dem das auffällt? Wir Bürger können doch von der Herstellerfirma einen einwandfreien Zustand der Autobahn fordern.“

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Ein Artikel von
Florian Eisele

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Ressort: Lokales und Sport


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