Niedrigenergie-Gewächshaus eingeweiht und Pflanze des Jahres getauft. Bruno Merk hielt Laudatio
Birkenried Der 30. April ist der Tag der Erneuerbaren Energien. Ein besseres Datum hätte sich Blumen Eber in Birkenried nicht aussuchen können für die Einweihung des neuen Niedrigenergie-Gewächshauses. Das verbraucht auf 4000 Quadratmetern Fläche 52 Prozent weniger Energie als herkömmliche Gewächshäuser.
Zur Einweihung kam der frühere bayerische Innenminister Dr. Bruno Merk. Während der Feierstunde gab sich Laudator Merk als langjähriger Freund der Familie zu erkennen, der von den Anfängen der Gärtnerei mit Bruno Eber wusste: „Mit seinem wenigen Geld konnte sich Bruno Eber in den 20er-Jahren nur ein Grundstück im Ried leisten, was denkbar ungünstige Bedingungen des Bodens für eine Gärtnerei mit sich bringt. Es war ein steiniger Weg, der vor ihm lag. Aber mit Fleiß, Sachverstand und Beharrlichkeit kam der Erfolg.“
Merk freute sich, dass Isabell Eber in dritter Generation mit Lebenspartner Bernd Hödl diesen Betrieb so erfolgreich und innovativ weiterführt.
Energiesparen ist überlebensnotwendig
Isabell Eber betonte in ihrer Rede: „In der heutigen Zeit ist die Energieeinsparung überlebensnotwendig für eine Gärtnerei.“ Die Idee für ein neues Gewächshaus nahm Gestalt an, als bekannt wurde, dass es Fördergelder aus einem Effizienz-Programm der Bundesregierung gibt. „Hier war mein Lebenspartner Bernd Hödl mit seinen Ideen, der Planung und der konzeptionellen Umsetzung maßgeblich am Erfolg beteiligt, wofür ich ihm danken möchte.“ Fünf Monate und viele Behördengespräche habe es gebraucht, bis die laut Bernd Hödl „sportlichen Vorgaben“ erfüllt werden konnten.
Vater Bruno Eber erklärt im Rückblick: „Es ist mir nicht leicht gefallen zu sehen, wie die Gewächshäuser, die ich alle selber gebaut habe, weggerissen wurden. Jede Schweißnaht habe ich selber gesetzt, da konnte ich beim Abriss nicht mithelfen.“ Isabell Eber fügt an: „Das Vermächtnis meiner Großeltern und Eltern ist mehr als die Gewächshäuser. Es ist die ganze Gärtnerei und der gute Kundenbestand.“ Das neue Gewächshaus sei ein wichtiger Meilenstein für die Zukunft. Schon jetzt profitiere man davon. Durch die höhere Lichteinstrahlung würden die Pflanzen besser wachsen und hätten intensivere Farben. Vom Umwelt- und Kostenaspekt ganz abgesehen.
Auch Josef Leitgib, Bezirksvorsitzender im Bayerischen Gärtnereiverband und Willi Haugg, Obermeister der Gartenbaugruppe Günzburg, überbrachten ihre Glückwünsche, ehe Gundelfingens Stadtpfarrer Johannes Schaufler das neue Gewächshaus segnete. „Der eine säht, der andere pflanzt und gießt, der Dritte erntet.“ Dies sei hier über die Generationen geschehen.
Danach gab es einen weiteren freudigen Anlass: Die Taufe der Bayerischen Pflanze des Jahres 2011, die für den Regierungsbezirk Schwaben bei Blumen Eber offiziell für den Bayerischen Gärtnerei Verband vorgenommen wurde. Verbandsgeschäftsführer Jörg Freimuth sagte, dass nach den Erfolgen von „Wilde Hilde“, „Schampus Lilli“, „Fesche Fanny“ und „Roter Schorsch“ in diesem Jahr eine Adelige den Blumenreigen fortsetze: die „Baronesse Sophia“. „Den königlichen Namen bekam die Geraniensorte aufgrund ihrer samtigsten roten Blüten, die es je auf Bayerns Balkonen gegeben hat“, sagte Freimuth.
Jetzt bestellen! Das neue iPad inkl. e-Paper.
Artikel kommentieren
| Artikel bewerten: