Fast ein Drittel der Bürger fühlt sich unterversorgt. Bürgermeister Wiesner verspricht Verbesserungen. In Behlingen kommt das schnelle Internet bald Von Dominik Mai


Kammeltal Schnelles Internet, ein guter Handyempfang: Das ist für viele Kammeltaler noch in weiter Ferne. Obwohl der DSL-Ausbau in der Gemeinde bereits begonnen hat, ist etwa ein Drittel unzufrieden mit der Versorgung. Das hat eine Umfrage der Günzburger Zeitung gezeigt, an der 405 Personen teilgenommen haben.
Demnach sagen 31,1 Prozent der Befragten in Ichenhausen und Umgebung, dass sie noch immer unterversorgt sind.
Hingegen sind 27,9 Prozent der Meinung, dass das schnelle Internet und der Mobilfunkempfang ausreichend seien. Eine Mehrheit von 34,3 Prozent war unsicher, ob der DSL-Ausbau im Kammeltal zufriedenstellend ist. 6,7 Prozent der Befragten machten keine Angabe bei dieser Frage.
Kammeltals Bürgermeister Christian-Konrad Wiesner kennt die Probleme nur zu genau. Seit Langem beschäftigt der Breitbandausbau die Gemeinde. Dass ein großer Teil zufrieden ist, begründet Wiesner damit, dass es seit Ostern in Ettenbeuren und Wettenhausen das schnelle Internet mit bis zu 50000 Kilobits pro Sekunde gibt.
Doch durch die anderen Ortsteile läuft die schnelle Datenautobahn noch nicht: „In Behlingen haben wir schon Leerrohre verlegen lassen. Der DSL-Anschluss kommt bald“, verspricht der Bürgermeister. Er rechnet damit, dass der Ausbau Ende des Jahres starten kann. In den Ortsteilen im unteren Kammeltal, in Goldbach, Kleinbeuren und Hammerstetten, wird der Ausbau wohl noch dauern. Von den Bürgern dort hatte es bereits Beschwerden gegeben. Gerade Geschäftsleute wünschen sich eine schnelle Internetverbindung.
Problematisch ist es laut Wiesner, dass Kammeltal eine Flächengemeinde mit 13 Ortsteilen sei, die sich von Nord nach Süd zehn Kilometer ausdehnt. „Wir tun uns schwer, denn Fördermittel für den Ausbau sind begrenzt“, so der Bürgermeister. Zudem sei der Ausbau des schnellen Internets keine Pflichtaufgabe der Gemeinde, einen Kredit dafür aufnehmen will der Gemeinderat nicht.
„Aber wir werden es angehen“, verspricht Wiesner, „in einer der nächsten Sitzungen wird das Thema DSL-Ausbau nochmals auf den Tisch kommen.“ Die Gemeinde wolle auf jeden Fall mit der Zeit gehen.
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