Bubesheim will bei Windrädern nicht so dastehen wie beim Kiesabbau. Regionalplan weist hier aber kein Gebiet aus
Bubesheim „Bubesheim weist in der Regionalplan-Fortschreibung keine Flächen für Windkraftanlagen aus“, formulierte Bürgermeister Walter Sauter (FW) nach ausgiebiger Diskussion im Gemeinderat und forderte zur Abstimmung auf. Nur 2. Bürgermeister Rainer Finkel (CSU) stimmte dagegen. Finkel wollte „auf jeden Fall eine Fläche ausweisen“. Die Dynamik der Technik sei nicht abzuschätzen, und wenn sich ein Investor erst einmal zum Bau entschieden hätte, wären auf dem Klageweg gemeindliche Versagungsgründe oft schwierig. In diesem Punkt stimmte er mit Bürgermeister Walter Sauter überein. Man wolle bei Windrädern „nicht so dastehen wie beim Kiesabbau“. Den konnte die Gemeinde nicht verhindern, wie bei der Sitzung besprochen wurde.
Im Soll
„Bubesheim hat sein Soll bei den regenerativen Energien mit der Freiflächen-Solaranlage schon erfüllt“, gab Georg Zeiser (UBL) zu bedenken. Neue Bürgerbegehren („Wir sind da fit!“) befürchtete 3. Bürgermeisterin Hedwig Edelmann und sagte, dass Solarfeld und Gas- und Dampfturbinenkraftwerk reichten. Einzig Georg Linder (CSU) stimmte Rainer Finkel zu. Beide hielten Flächen der „Oberen Haiden“, also beim Modellflugplatz in Richtung Schneckenhofen, für geeignet.
„Der Regionalplan ist entscheidend für Anlagen über 50 Meter Nabenhöhe oder Windparks mit drei und mehr Windrädern. Die aktuelle Fortschreibung weist hierfür aufgrund der Windstärke auf Bubesheimer Flur kein Gebiet aus“, gab Kämmerer Werner Hölzl zu bedenken und beendete damit abrupt die Diskussion. Wenn der Regionalverband Donau-Iller kein potenziell geeignetes Gebiet ausschreibt, sieht man auch in Bubesheim keinen Handlungsbedarf.
Jetzt bestellen! Das neue iPad inkl. e-Paper.
Artikel kommentieren
| Artikel bewerten: