Sonntag, 11. Dezember 2016

01. August 2014 11:49 Uhr

Legoland Deutschland

Legocity darf hoch hinaus

Der Freizeitpark legt Planungen für sein drittes Hotel im Feriendorf vor. Wieso die Mitglieder des Günzburger Bauausschusses diesmal gerne Ja zu den Plänen für das bis zu 25 Meter hohe Gebäude sagten.

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Der Entwurf lässt erahnen, wie das neue Legoland-Hotel aussehen könnte: Der Günzburger Bauausschuss gab dem Freizeitpark die Zustimmung, auf 1000 Quadratmetern Fläche im Feriendorf bis zu 25 Meter hoch zu bauen. Der konkrete Bauantrag für das Millionenprojekt wird nach der Sommerpause erwartet. Schon im Juli 2016 will Legoland das Hotel mit 600 Betten eröffnen.

Den Eröffnungstermin gibt es schon: Am 27. Juli 2016 sollen die ersten Gäste ihre exklusiven Zimmer im neuen Lego-City-Hotel beziehen. „Deswegen haben wir es so eilig“, erklärte Hans Aksel Pedersen am Mittwochabend in der Sondersitzung des Günzburger Bauausschusses. Pedersen nutzte buchstäblich seine letzten Stunden als Legoland-Geschäftsführer, um den Mitgliedern des Bauausschusses zu erklären, wie das neue Hotel aussehen könnte und warum es mit 25 Metern Höhe eine Befreiung vom Bebauungsplan benötigt. Vor einigen Wochen hatte der Ausschuss die Befreiung nämlich noch nicht erteilen wollen.

Gestern früh um 7.05 Uhr ging Pedersens Flug in Richtung Amerika – dort wird er künftig für die bestehenden und noch zu bauenden Legoland-Parks verantwortlich sein. Dem Bauausschuss stellte er zuvor noch das Projekt mit geschätzten Kosten von 30 Millionen Euro vor. Will Legoland den Eröffnungstermin schaffen, braucht der Freizeitpark spätestens im Oktober eine Baugenehmigung, rechnete Pedersen vor. Die Betreiber des Parks, die Merlin Entertainments Group, kalkulieren in Fünf-Jahres-Zyklen. „Falls wir dieses Datum verpassen, verlieren wir das bei Merlin beantragte Geld. Dann müssten wir wieder von vorne anfangen“, schilderte Pedersen die Gründe für die Eile, eine Zustimmung zu bekommen. Diese hatten auch dazu geführt, dass in der Juni-Sitzung des Bauausschusses nur eine grobe Skizze des Vorhabens vorgelegen hatte – und der Ausschuss die gewünschte Befreiung von den Vorgaben für die Gebäudehöhen zunächst verweigerte.

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In den vergangenen beiden Wochen habe man die Pläne konkretisiert, das Design im Stil der „Lego-City“ auch durch eine Umfrage unter den Besuchern getestet. Ergebnis: 88 Prozent würden dort gerne übernachten. Wie das Hotel aussehen könnte, dazu legte Pedersen Baupläne sowie eine grafische Darstellung des 150-Betten-Hauses im Stil einer aus Legosteinen gebauten Stadt mit Feuerwehr und Polizeistation als Rezeption für das gesamte Feriendorf vor. Dafür gab es im Ausschuss breite Zustimmung. „Ich denke, dass es in Bayern viele Stadträte gibt, die in diesem Moment gerne mit uns tauschen würden, wenn wir hier über eine Investition von 30 Millionen Euro beraten“, so Oberbürgermeister Gerhard Jauernig (SPD). Günter Treutlein (CSU) stimmte namens der CSU-Fraktion zu: „Das ist heute etwas ganz anderes, als was wir letztes Mal vorliegen hatten.“ Bürgermeister Anton Gollmitzer (FW) äußerte den Wunsch, Legoland möge für den Bau besonders heimische Firmen beauftragen.

Besonders wichtig war den Stadträten auch die Feststellung, die Pedersen mit der Angabe des Zimmerpreises setzte: Etwa 500 Euro muss eine Familie pro Nacht bezahlen, kann dafür auch einen Indoor-Pool und Wasserspielplatz nutzen und bekommt Fünf-Sterne-Komfort. „Das ist keine Konkurrenz zu Angeboten, die es bisher in der Region gibt“, sagte Pedersen. Er unterstrich, dass der Hotelbau keine Gefahr für heimische Anbieter darstelle. Seit der Eröffnung des Feriendorfs 2008 seien die Übernachtungszahlen auch in der Region nach oben gegangen, alleine die 30 Partnerhotels von Legoland hätten ihren Umsatz in den vergangenen vier Jahren massiv steigern können. „Wir erwarten dieses Jahr einen Umsatz von mehr als 3,5 Millionen Euro in den Partnerhotels.“ Auch die nächsten 150, sogar die nächsten 1000 Betten würden einen positiven Effekt für Günzburg bringen, sagte Pedersen. „Wenn es gut für Legoland geht, dann geht es auch gut für Günzburg.“ 2500 Übernachtungsplätze soll Legoland ab der Neueröffnung im Sommer 2016 anbieten können. Direkt neben dem Hotelneubau ist noch eine Menge Platz. Hans Aksel Pedersen zeigte in einer Grafik, was hier in den nächsten Jahren geschehen könnte: Auf der Karte war ein Spaßbad eingezeichnet.

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Rebekka Jakob

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