29 Frauen und Männer machen Ausbildung als ehrenamtliche Betreuer. Sie kümmern sich stundenweise um Pflegebedürftige

Günzburg 29 engagierte Frauen und Männer haben an einer umfangreichen Schulung teilgenommen und dürfen jetzt zur Entlastung pflegender Angehöriger im häuslichen Bereich eingesetzt werden. Sie kümmern sich stundenweise um pflegebedürftige Menschen, wenn Angehörige verhindert sind oder Zeit für sich brauchen. Die Helfer erhielten jetzt ihre Zertifikate.
Die Schulung zusätzlicher Mitarbeiterinnen war notwendig geworden, weil immer mehr pflegende Angehörige die Möglichkeit der stundenweisen Entlastung in Anspruch nehmen (wir berichteten). Die meisten „neuen“ Helfer und Helferinnen brachten persönliche Erfahrungen aus den Bereichen Pflege und Betreuung mit. In einer Schulung, die sich insgesamt über drei Wochenenden erstreckte, wurden sie nun auf ihre verantwortungsvolle Tätigkeit vorbereitet.
Gerhard Wagner, Geschäftsführer des Landesverbandes der Deutschen Alzheimer Gesellschaft, vermittelte grundlegende Kenntnisse zu den Themen Pflegeversicherung, Betreuungsrecht und Ehrenamt sowie zum Umgang mit verwirrten Menschen. Renate Schmid, Leiterin der Seniorenfachstelle, bedankte sich im Namen des Landkreises bei allen Schulungsteilnehmern für ihre Bereitschaft zur Mitarbeit. Regina Schütz und Silvia Schreiner-Metzele, die in der Angehörigenfachstelle den Einsatz der Helfer vermitteln und fachlich begleiten, überreichten die Urkunden und eine Rose.
Einige der Helfer und Helferinnen sind bereits bei einer Familie tätig, um sich dort für ein paar Stunden in der Woche um ein hilfe- oder pflegebedürftiges Familienmitglied zu kümmern. Spaziergänge, Ausflüge im Rollstuhl, gemeinsam Kaffee trinken oder einfach mal von vergangenen Tagen erzählen – für all dies bringt der Helfer Zeit mit. Zeit, die der Angehörige beruhigt für persönliche Interessen oder Termine nutzen kann – weiß er doch seinen Angehörigen in seiner Abwesenheit bestens betreut. (zg)
Pflegende Angehörige, die eine stundenweise Entlastung oder nähere Informationen wünschen, wenden sich an die Fachstelle für pflegende Angehörige beim Landratsamt. Ansprechpartnerinnen sind Regina Schütz, Telefon (08221) 95-224 (südlicher Landkreis) und Silvia Schreiner-Metzele, Telefon (08221) 95-210 (nördlicher Landkreis).
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