Das neue Gewerbegebiet auf dem ehemaligen Fliegerhorst soll Günzburg, Leipheim und Bubesheim nicht zusätzlich belasten. Deshalb wird fieberhaft nach einer Lösung gesucht Von Berthold Veh

In der Ulmer Straße in Günzburg stauen sich jetzt schon zu Stoßzeiten die Autos. Mit der Erschließung des Interkommunalen Gewerbegebiets auf dem ehemaligen Fliegerhorst Leipheim wird die Blechlawine noch größer werden. Das wollen die umliegenden Kommunen unbedingt verhindern. Landrat Hubert Hafner hatte deshalb die Rathauschefs Gerhard Jauernig (Günzburg), Christian Konrad (Leipheim), Walter Sauter (Bubesheim) und Robert Strobel (Bibertal) zu einem Gespräch mit dem Leiter des Staatlichen Bauamts Krumbach, Wilhelm Weirather, ins Landratsamt geladen. Das Ergebnis: Alles scheint möglich – ein A8-Anschluss bei Bubesheim ebenso wie eine Entlastungsstraße vom neuen Gewerbegebiet zur Autobahn-Einfahrt bei Deffingen. Diese Umgehung würde südlich der Autobahn geplant. Konrad regte ein Gesamtverkehrskonzept für den nördlichen Landkreis an. Dies sei „nicht effektiv“, sagte Bauamtsdirektor Weirather. Die Planungshoheit liege bei den Kommunen, ein Verkehrskonzept wäre für sie nicht verbindlich.
Weirather plädierte dafür, dass sich die Kommunen bald für eine konkrete Lösung entscheiden und diese konsequent vertreten. „Für die gesamte Region wäre der A8-Anschluss bei Bubesheim die beste Lösung“, sagte der Bauamtsleiter der GZ. Aber auch eine Entlastungsstraße südlich der A8 sei denkbar: „Beides wird aber schwer zu verwirklichen sein.“ Der Bubesheimer Gemeinderat entscheidet demnächst in seiner Sitzung über das Projekt. Walter Sauter sagte, dass die Meinungen geteilt seien.
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