Donnerstag, 28. Juli 2016

22. Oktober 2013 13:01 Uhr

Rechbergreuthen

Neuer Weg bei der Wasserversorgung

Nachdem in Rechbergreuthen coliforme Bakterien gefunden worden sind, soll das Trinkwassersystem neu geordnet werden. Eventuell Anschluss an die Glöttgruppe. Von Emil Neuhäusler

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Die Wasserversorgung in Rechbergreuthen soll neu geregelt werden. Der Winterbacher Gemeinderat favorisiert einen Anschluss an die Glöttgruppe, eine Entscheidung wird es aber erst nach der Bürgerversammlung geben. Foto: Archiv

Wegen des Auftretens coliformer Bakterien im rund 100 Jahre alten Trinkwassersystem des Ortsteiles Rechbergreuthen sucht die Gemeinde Winterbach nach einer zukunftsträchtigen Lösung. Favorisiert wird vom Gemeinderat ein Anschluss an den Wasserversorger Glöttgruppe. Eine endgültige Entscheidung durch den Gemeinderat ist nach der Bürgerversammlung vorgesehen. Nägel mit Köpfen will der Gemeinderat beim Hochwasserschutz machen. Er beschloss, für den gesamten Gemeindebereich Winterbach eine Hochwasserplanung in Auftrag zu geben.

Nach den bisherigen bekannten Alternativen für die Sanierung der Wasserversorgung in Rechbergreuthen (Quell- und Hochbehältersanierung, Anschluss an benachbarte Wasserversorger) berichtete Bürgermeister Karl Oberschmid in der jüngsten Gemeinderatsitzung von einer weiteren Wahlmöglichkeit, die in der Gemeinde Aletshausen Anwendung findet. Seit dort das Trinkwasser mit UV-Licht behandelt wird, tritt keine Kontaminierung mit Keimen mehr auf. Voraussetzung für dieses Verfahren sind jedoch Wassertrübungswerte unter 0,3 TE/F (Trübungseinheit/Formazin). Diese Werte, gab Bürgermeister Oberschmid zu bedenken, liegen nach letztjährigen Untersuchungen eher über dieser Grenzmarke, sodass Kerne im Schattenbereich der UV-Anlage nur begrenzt ausgemerzt würden. Zusätzlich müsste dann noch eine Filteranlage mit Rückspülung-Reinigungstechnik installiert werden.

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Zu denken geben auch die Kosten: Für die zusätzlichen baulichen Anlagen und Betriebstechniken würde sich ein Wasserpreis von 1,60 Euro bis zwei Euro errechnen, wobei die Glöttgruppe dafür seit dem 1. Januar 2012 lediglich einen Euro pro Kubikmeter verlangt.

Schließlich kam man im Gemeindegremium überein, den Bürgern bei der anstehenden Bürgerversammlung den Anschluss an die Glöttgruppe als Vollkunde zu empfehlen. Die Verlegungsroute der Hauptwasserleitung würde in diesem Fall entlang der Kreisstraße GZ 22 (1750 Meter) oder über Feldwege im Bereich Delkenmühle nach Rechbergreuthen (1650 Meter) erfolgen. Der Weiler „Eisingerhof“ würde dabei nicht erschlossen.

Außerdem, informierte Bürgermeister Oberschmid, wurde für 1091 Euro von der Firma BRG, Buch am Erlbach eine Video-Untersuchung der zwei Wasserquellen im Wassererfassungsbereich durchgeführt. Eine Quellleitung weist einen Rohrversatz auf und konnte aus diesem Grund nicht ganz erkundet werden.

Bei der zweiten Quelle sind im Ansatzbereich Wurzelwerk und Versandungen in der Rohrleitung zu erkennen.

Bereits in der letzten Gemeinderatsitzung klärte Bürgermeister Oberschmid über die Möglichkeit auf, mit staatlichen Fördergeldern die Hochwassersituation im Gemeindebereich zu verbessern. Nun ging er näher auf die aktuelle Situation in der Gemeinde ein. Das Gemeindegebiet wird vom Wallerbach (Zufluss aus der Gemeinde Haldenwang), der Glött (Zufluss aus der Gemeinde Landensberg) und dem Flosserlohbach (Zufluss aus der Gemeinde Dürrlauingen) durchzogen. Der Winterbacher Wallerbach wird in erster Linie vom Saurüsselbach und dem Einzugsbereich der Freyberg’schen Wälder gespeist.

Der Flosserlohbach hingegen verursachte schon des Öfteren Hochwasserprobleme im Bereich der Unterdorfstraße und Bachstraße in Waldkirch. Deswegen, schlug Oberschmid vor, sollte im Waldbereich oberhalb des Gemeindeteiles Waldkirch eine Abflussdrosselungsanlage im Bereich der Gemarkung Mönstetten in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Dürrlauingen errichtet werden.

Auf jeden Fall war sich der Gemeinderat einig, soll in interkommunaler Zusammenarbeit mit den Gemeinden Dürrlauingen und Haldenwang eine Hochwasserplanung in Auftrag gegeben werden. Nach Abzug der staatlichen Zuschussgelder verbliebe der Gemeinde dafür ein Unkostenanteil von circa 7500 Euro bis 9000 Euro.

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