Landkreis (kai) - Zug ist noch nicht so richtig drin im Volksbegehren "Für echten Nichtraucherschutz". Seit Donnerstag letzter Woche können sich Unterstützer des von der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP) in Bayern initiierten Volksbegehrens in die Listen eintragen.

Jetzt ist Halbzeit - zumindest im Landkreis Günzburg geht das Ganze nur sehr schleppend voran, wie eine Umfrage der Günzburger Zeitung in einigen Städten und Gemeinden zeigt. Bayernweit müssen sich bis 2. Dezember zehn Prozent der Wahlberechtigten in die bei den Stadt- und Gemeindeverwaltungen ausliegenden Listen eingetragen haben, um aus dem Volksbegehren den eigentlichen Volksentscheid machen zu können.
Etwa 1,5 Prozent haben sich eingetragen
Tanja Walter, die Leiterin des Günzburger BürgerServiceBüros, hat am Montagabend eine Zwischenbilanz gezogen - etwa 1,5 Prozent der Wahlberechtigten hatten sich bis dahin im BürgerBüro eingetragen. "Es läuft sehr schleppend", sagt auch Christa Gütermann von der Stadt Leipheim.
Zahlen nennt Willi Berndorfner von der Verwaltungsgemeinschaft Ichenhausen. 135 von 7660 Wahlberechtigten haben bislang das Volksbegehren unterstützt - 121 in Ichenhausen, neun in Ellzee und fünf in Waldstetten. "Offenbar ist die Resonanz in den Großstädten besser", hat Berndorfner bei einem Vergleich der bisherigen bayernweiten Zahlen festgestellt.
Auch in der Verwaltungsgemeinschaft Offingen hält sich der Andrang in engen Grenzen. Nach Angaben von Lidia Heinze vom Bürgeramt sieht die Zwischenbilanz wie folgt aus: 66 Eintragungen bei 3131 Stimmberechtigten in Offingen, sieben von 1164 in Gundremmingen und zehn von 1237 in Rettenbach.
In dieses Bild passt auch Jettingen-Scheppach. Von 4950 Bürgerinnen und Bürgern haben sich bislang 105 eingetragen, wie Konrad Miller vom Hauptamt erklärte.
Viele Berufstätige, die außerhalb ihrer Heimatgemeinde arbeiten, tun sich schwer, sich während der Öffnungszeiten der Gemeindeverwaltungen in die Unterstützerlisten einzutragen. Auch wenn, wie etwa im Falle Ichenhausen, längere Öffnungszeiten und "Außenstellen" in den Stadtteilen angeboten werden.
Wer will, kann sich deshalb in seiner Heimatgemeinde einen sogenannten "Eintragsschein" besorgen. Mit diesem Schein und dem Personalausweis kann man sich dann überall in Bayern in die Listen eintragen, wie Tanja Walter erklärt.
Voraussetzung für die Unterstützung des Volksbegehrens ist: Man muss 18 Jahre alt und Deutscher sein, außerdem muss sich der Wohnsitz seit mindestens drei Monaten in Bayern befinden.
Das Volksbegehren "Für echten Nichtraucherschutz" läuft noch bis Mittwoch, 2. Dezember.
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