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18. November 2010 18:50 Uhr

Arbeitsplätze gehen verloren

Petra-Electric zieht nach Jettingen-Scheppach

Der neue Standort von Petra-Electric steht fest: Der Betrieb zieht in das Gewerbegebiet von Jettingen-Scheppach. Wie berichtet, schließt das Unternehmen sein Werk im Burgauer Stadtteil Unterknöringen. Viele Menschen verlieren ihre Arbeitsstelle.

Petra-electric zieht um.

Der neue Standort von Petra-Electric steht fest: Der Betrieb zieht in das Gewerbegebiet von Jettingen-Scheppach. Dies bestätigte der WMF-Konzern, zu dem Petra-Electric gehört. Den Mitarbeitern wurde die Entscheidung bei einer Betriebsversammlung mitgeteilt.

Wie berichtet, schließt das Unternehmen zum 31. August 2011 sein Werk im Burgauer Stadtteil Unterknöringen. Die Produktion soll komplett geschlossen werden - 95 fest angestellte Beschäftigte und 70 Leiharbeiter verlieren damit ihre Arbeitsstelle. Die 65 Mitarbeiter, die in den Bereichen Vertrieb, Verwaltung und Entwicklung arbeiten, ziehen aber mit dem Betrieb um - ins nur wenige Kilometer entfernte Gewerbegebiet nach Scheppach.

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"Unser Ziel war es, in der Region zu bleiben", sagte Geschäftsführer Detlef Czypulovski auf Nachfrage. Der mögliche weitere Anfahrtsweg zur Arbeit sei seiner Meinung nach erträglich. "Umziehen muss nun keiner", erläuterte Czypulovski in Hinblick auf den neuen Standort. Im neuen Gebäude soll nach Angaben des Geschäftsführers auch der Werksverkauf "mit einem gemischten Sortiment von" unterkommen.

Nur wenige Kilometer vom bisherigen Standort entfernt

Hans Reichhart, Bürgermeister der Marktgemeinde Jettingen-Scheppach, freut sich über die Entscheidung des Konzerns. "Es ist sehr erfreulich, dass sich Petra-Electric für den Markt entschieden hat", erklärte Reichhart auf Nachfrage. Vor allem für die Angestellten: Ihr neuer Arbeitsplatz liegt nur wenige Kilometer von dem Werk in Unterknöringen entfernt.

Ausschlaggebend für Jettingen-Scheppach war nach Angaben von Reichhart vor allem die gute Verkehrsanbindung der Gemeinde. Im Gewerbegebiet in Jettingen-Scheppach wäre gegebenenfalls sogar genug Platz für einen Neubau. Außerdem steht die vorhandene Fläche sofort zur Verfügung. Reichhart betonte, dass das Gewerbegebiet wegen seiner Einkaufsmöglichkeiten von der Bevölkerung sehr gut angenommen werde - auch das habe die Entscheidung des Betriebs beeinflusst. Mit dem Autobahnanschluss sei auch die wichtigste Anforderung des Konzerns erfüllt worden.

Die Gespräche mit der Geschäftsleitung von Petra-Electric waren laut Reichhart sehr offen und zielorientiert. Dennoch hat sich die Entscheidung über Monate in die Länge gezogen. "Aber das war ja auch keine kleine, sondern eine wichtige Entscheidung", so Bürgermeister Reichhart. Obwohl er zugab: "Wir wussten schon früh, dass wir gegenüber den Mitarbeitern einen gewissen Vorteil gehabt haben." Wo genau sich Petra-Electric ansiedeln wird, steht nach Auskunft von Reichhart nicht fest. "Es gibt zwei Optionen", sagte der Bürgermeister. Nähere Auskünfte wollte er aber nicht geben.

Burgaus Bürgermeister Konrad Barm bedauerte den Wegzug der Firma. "Wir haben getan, was möglich war, sagte Barm. Am Ende, so vermutet er, war der fehlende Autobahnanschluss ausschlaggebend. Aber: Wenn nicht Burgau, "dann ist Jettingen unter diesen Umständen die beste Lösung", so Barm.

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