Kammeltal ärgert sich über geplanten Standort für Anlage im benachbarten Ellzee. Denn der liegt nur 800 Meter von der Kammeltaler Wohnbebauung entfernt
Kammeltal Ein neues Ratsmitglied saß bei der jüngsten Sitzung des Kammeltaler Gemeinderats am Ratstisch: Jörg Oesker folgt Rainer Herzog nach, der auf eigenen Wunsch aus dem Gremium ausgeschieden war.
Für den neuen Gemeinderat gab es gleich ein spannendes Thema: Der geplante Bau einer Windkraftanlage zwischen Behlingen und Ellzee erhitzte die Gemüter. Die Anlage soll zwar noch auf dem benachbarten Gemeindegebiet Ellzee, aber in Nähe der Wohnbebauung „Kronberg“ in Behlingen entstehen. Nachdem das Vorhaben nur etwa 800 Meter von der Wohnsiedlung entfernt liegt, wird eine massive Lärmbelästigung für die Anwohner befürchtet. „Nicht die Ellzeer Bürger sind betroffen, sondern die Bürger der Kammeltalgemeinden Behlingen und Unterrohr“, stellte Bürgermeister Christian-Konrad Wiesner fest. „Eine Entwicklung, die wir so nicht akzeptieren können.“
Selbst Rücksicht genommen
Die Gründe, die gegen die geplante Windkraftanlage sprechen, hat die Gemeinde Kammeltal deshalb auch schon der Gemeinde Ellzee und dem Regionalverband Donau-Iller mitgeteilt. Eine Ausweisung von Windkraftanlagen an der Gemeindegrenze Kammeltal würde ein planungsrechtlich unzulässiges Aufdrängen eines Windkraftanlagenstandortes bedeuten und das Selbstverwaltungsrecht der Gemeinde Kammeltal erheblich beeinträchtigen.
Wiesner sagte, dass seine Gemeinde in gleicher Weise Rücksicht genommen und einen Standort an der Straße nach Schönenberg außer Acht gelassen habe, um nicht den benachbarten Markt Jettingen-Scheppach zu brüskieren. Wiesner könnte sich im Gemeindegebiet allenfalls einen Standort nordöstlich von Hartberg vorstellen. Die Gemeinde Ellzee veranstaltet am Mittwoch, 8. Februar, um 19 Uhr eine Informationsveranstaltung zu diesem Thema im Sportheim Ellzee. Hierzu sind auch interessierte Bürger aus dem Kammeltal eingeladen.
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