Günzburg (zg) - Seit dem Jahr 2003 bemüht sich die Stadt Günzburg beim Eisenbahn-Bundesamt darum, die sogenannten Umlaufsperren am Bahnübergang in der Ulmer Straße in Günzburg zu versetzen. Jetzt wurden diese Bemühungen mit Erfolg gekrönt. Nach jahrelangem Schriftverkehr und mehreren Interventionen von Oberbürgermeister Gerhard Jauernig wurden die für Fahrrad- und Rollstuhlfahrer nicht passierbaren Tempobremsen endlich versetzt.

Zickzack-Bewegungen mit 180-Grad-Kehre
Der Sicherheit sollten sie dienen, die Verkehrs- und Betriebssicherheit am Bahnübergang an der Ulmer Straße verbessern. Die von der DB-Netz AG aufgestellten "Schikanen" stießen insbesondere bei Rollstuhlfahrern und Radfahrern auf Kopfschütteln und Ablehnung. Die Zickzack-Bewegungen mit 180-Grad-Kehre stellten für diese Zielgruppe eine Barriere dar, die nicht zu passieren war. Jauernig wies in mehreren Schreiben an die zuständigen Stellen der Bahn darauf hin, dass viele Verkehrsteilnehmer den Rad- und Gehweg verlassen und sich auf die Bundesstraße begeben, um den Bahnübergang zu überqueren. Dies, so der OB, könne doch nicht im Sinne des Erfinders sein, denn die Errichtung von Schutzmaßnahmen wie Umlaufsperren sollten ja eigentlich dem Schutz der Verkehrsteilnehmer dienen und nicht bewirken, dass durch das Befahren der Straße behinderte Menschen und Fahrradfahrer sich sogar höheren Gefährdungen aussetzen.
Die Verantwortlichen der Bahn lehnten zunächst eine Versetzung der Umlaufsperren ab und beriefen sich dabei auf die Standardmaße, die von der DB in solchen Fällen als Maßstab gelten. Bei einem erneuten Ortstermin vor wenigen Wochen wurde die gesamte Sicherungsanlage am Bahnübergang neu bewertet. Nach dieser Besichtigung sah sich das Eisenbahn-Bundesamt in der Lage, die Hindernisse an der Südseite abzubauen, weil dort entsprechende Licht- und Pfeifsignale Fußgänger und Fahrradfahrer auf den herannahenden Zug aufmerksam machen. Die in diesem Zusammenhang angebrachten Tempobremsen sollen darüber hinaus die Fahrradfahrer zu einer Geschwindigkeitsreduzierung veranlassen und auf den Bahnübergang hinweisen.
Mit den Worten "Steter Tropfen höhlt den Stein" kommentierte OB Jauernig die jetzt realisierte Verbesserung. Auch die Vertreter des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) freuen sich über das erreichte Ergebnis. Damit, so die Verantwortlichen, werde die Akzeptanz dieser Fahrradstrecke und die Sicherheit gleichsam verbessert.
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