Im Kammeltal wehrten sich Eltern gegen unnötig lange Busfahrzeiten. Mittlerweile gibt es einen Zusatz-Bus
Kammeltal Ärger gab es im Kammeltal über die Schulbusverbindung zwischen Ichenhausen und Wettenhausen. Der Gemeinderat diskutierte in seiner Sitzung am Dienstagabend darüber, ob es eine Möglichkeit für die Schulkinder gibt, früher nach Hause zu kommen.
Gemeinderat Karl-Heinz Rueß verlas anlässlich der Gemeinderatssitzung ein Schreiben der betroffenen Eltern, die das Problem schilderten: Ihrer Meinung nach sind die Fahrtzeiten zwischen Ichenhausen und Wettenhausen unnötig lang. Karl-Heinz Rueß, dessen Familie auch selbst betroffen ist, beschrieb die Situation so: Um 12.50 Uhr fährt ein Schulbus von Ichenhausen nach Ettenbeuren, Egenhofen und Unterrohr. Dieser Bus fährt anschließend zurück nach Ichenhausen und nimmt um 13.08 Uhr die Schüler des oberen und unteren Kammeltals auf. In Wettenhausen kommt dieser Bus um 13.50 Uhr an – die Kinder sind also ziemlich lange im Bus unterwegs, bis sie nach Hause kommen.
Fast zeitgleich seien zwei Busse um 12.55 Uhr von Ichenhausen nach Hochwang und Deubach. Beide Busse seien dann als „Leerfahrten“ weiter zum St.-Thomas-Gymnasium nach Wettenhausen unterwegs, um dort Schüler aufzunehmen und in ihre Heimatorte zu bringen. Diese Busse seien um 13.10 Uhr in Wettenhausen am Gymnasium.
Die Eltern schlugen nun vor, dass die 24 Schulkinder aus Wettenhausen mit dem Hochwanger und Deubacher Bus nach Wettenhausen mitgenommen werden könnten. „Hierzu müssten lediglich die bestehenden Leerfahrten in reguläre Buslinien umbenannt werden“, so Rueß. Es entstünden daher keine Mehrkosten. Die betroffenen Kinder wären jedoch 40 Minuten weniger im Schulbus unterwegs.
Kapazität war bereits erschöpft
Die Eltern hätten sich diesbezüglich bereits mit dem Busunternehmen Zenker-Probst in Ichenhausen in Verbindung gesetzt und von dort keine zufriedenstellende Antwort erhalten. Insbesondere habe das Busunternehmen mitgeteilt, dass der Vorschlag schon deshalb nicht umsetzbar sei, weil das erforderliche Platzkontingent in dem besagten Bus zwischen Ichenhausen und Deubach bereits erschöpft wäre.
Eine Abfahrtszeit für oberes und eine fürs untere Kammeltal
Das Busunternehmen hat jedoch mittlerweile auf die Kritik reagiert – nunmehr würden für die Kammeltaler Schüler zwei Busse eingesetzt. Der eine fahre um 13.08 Uhr vom Schulzentrum Ichenhausen ins „obere Kammeltal“, also nach Unterrohr, Ebenhofen, Behlingen und Ried. Ein zusätzlich eingeschobener Bus fährt nach Angaben des Unternehmens jetzt um 13.15 Uhr am Schulzentrum ab ins „untere Kammeltal“ nach Reifertsweiler, Wettenhausen, Hartberg, Goldbach, Hammerstetten und Kleinbeuren. „Durch diese Umstellung werden zum einen die Fahrzeiten für die Schüler reduziert und zum anderen ist ein Großteil der Schüler früher als bisher zu Hause“, meldet das Unternehmen gegenüber unserer Zeitung.
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