Samstag, 28. Mai 2016

14. Dezember 2013 15:00 Uhr

Günzburg

Schulen verwüstet: 14-Jährige wollen Gerichtsurteil nicht akzeptieren

Zwei Jugendliche haben Schulen, Bahnhöfe und Sportheime im Landkreis Günzburg verwüstet. Jetzt wurden sie verurteilt. Die Strafe wollen sie aber nicht annehmen.

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Bei ihren Streifzügen haben zwei 14-Jährige erhebliche Schäden und Verwüstung hinterlassen – so wie hier in der Förderschule Hochwang.
Foto: Landratsamt

Die Liste der Vergehen ist lang, dabei sind die beiden Täter gerade einmal 14 Jahre alt. Ende April hat die Polizei die beiden Jugendlichen aus Günzburg und Leipheim festgenommen, die mehrere Wochen lang im nördlichen Landkreis regelrecht gewütet hatten. Jetzt sind die beiden vor dem Landgericht Memmingen verurteilt worden. Ihre Strafen wollen sie jedoch nicht akzeptieren.

"So eine massive Serie hatten wir noch nie"

Zwischen Mitte März und Ende April hatte eine Serie von Einbrüchen und Vandalismus die Polizei beschäftigt. In Schulen, Sportheime und ins Krankenhaus war eingebrochen worden, an Bahnhöfen und in der Stadt hatten sich Fälle von Autoaufbrüchen und Sachbeschädigungen gehäuft. Auch die Beleuchtung an der neuen Donaubrücke war zerstört worden. „So eine massive Serie hatten wir noch nie“, sagte Günzburgs Polizeichef Ernst Maguhn damals unserer Zeitung. Höhepunkt und zugleich Ende der Serie: ein Einbruch in die Lehrwerkstatt der Günzburger Berufsschule in der Nacht zum 21. April. Die beiden 14-Jährigen stiegen in das Gebäude ein und klauten dort drei teure Autos – einen Q7 von Audi, einen 3er- BMW und einen Mercedes der A-Klasse im Gesamtwert von 180 000 Euro.

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Die Jugendlichen machten zusammen mit 13 bis 15 Jahre alten Freunden eine Spritztour durch Günzburg. Einer der Fahrer baute einen Unfall, bei dem vier Fahrzeuge beschädigt wurden. Bei der Polizei meldete sich ein Zeuge, der auf dem Günzburger Krankenhausgelände drei Autos umherrasen gesehen hatte. Es folgte eine umfangreiche Fahndung der Polizeiinspektion und Autobahnpolizei Günzburg mit zahlreichen Streifenwagen und einem Hubschrauber, bis am selben Tag die beiden 14-jährigen Haupttäter festgenommen wurden. Einen ganzen Tag lang hatten die Ermittler die beiden Jugendlichen befragt, die schließlich umfassende Geständnisse ablegten. Fast 80 Taten wurden den Jugendlichen nun vor dem Landgericht Memmingen zur Last gelegt, neben den Einbrüchen und Sachbeschädigungen an Bahnhöfen in der Region auch Diebstähle von Bargeld und Laptops, Beamer, Jacken, Brillen und kleineren Tresoren. Der Gesamtschaden liegt bei mehr als 100.000 Euro.

Das Landgericht verurteilte die beiden Jugendlichen in einer nicht öffentlichen Sitzung Ende November zu jeweils vier Jahren und sechs Monaten Haft. Die beiden 14-Jährigen, die bis zum Prozess in Untersuchungshaft gesessen hatten, haben gegen das Urteil Rechtsmittel eingelegt, wollen die Strafe so nicht akzeptieren. Bis zur endgültigen Entscheidung bleiben sie nach Angaben des Landgerichts in Untersuchungshaft.

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Ein Artikel von
Rebekka Jakob

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