Zum Jubiläum gibt es am Samstag ein Konzert im Edwin-Scharff-Haus in Neu-Ulm

Neu-Ulm Die Erfolgsliste des Schwäbischen Jugendblasorchesters (SJBO) ist ebenso lang wie respektabel: Sieg beim Deutschen Orchesterwettbewerb 1998, Auftritt als weltweit einziges Orchester beim 80. Geburtstag von Papst Johannes Paul II. im Jahr 2000, Goldmedaille beim „World Music Contest“ in Kerkrade (NL) 2005, CD-Produktionen mit dem Bayerischen Rundfunk sowie Konzertreisen im In- und Ausland. Zweimal im Jahr treffen sich auf Einladung des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes (ASM) die besten Nachwuchskräfte aus Bayerisch-Schwaben, um unter professioneller Leitung ein Konzert zu erarbeiten. Diese Tradition gibt es seit nunmehr 25 Jahren.
1987 hatte der damalige Präsident und heutige Ehrenpräsident des ASM, Prof. Dr. Karl Kling aus Krumbach, die Initiative ergriffen und er stellte dabei erstmals ein Sinfonisches Blasorchester zusammen, das ein Spiegelbild der stets wachsenden Leistungsfähigkeit der Musikerjugend im ASM darstellen sollte. Das Vorhaben gelang prächtig. Als „klingende Herolde des Schwabenlandes“ und als „Jugend, mit der man Staat machen kann“ wurden sie von Kling stets gerne vorgestellt.
Von Anfang an waren die ASM-Verantwortlichen darauf bedacht, dass sowohl Leiter als auch Mitwirkende hoch qualifiziert sind: Die jungen Leute mussten sich – oft durch Erfolge im Kammermusikwettbewerb erst einmal empfohlen – bei einem anspruchsvollen Vorspiel für die Aufnahme bewerben, und es wurden stets hohe Maßstäbe angelegt. Und das galt und gilt auch für alle, die das Orchester bisher geleitet haben: Da waren zunächst Walter Edelmann und dann mehrere Jahre Ladislaus Vischi; es folgte Prof. Maurice Hamers, der Inhaber des Lehrstuhls für Blasorchesterleitung an der damaligen Augsburger Musikhochschule. Nach einigen Gastdirigenten, darunter Kapazitäten wie Peter Vierneisel, ist nun Toni Scholl der aktuelle Leiter des SJBO. Der Chefdirigent des Polizeiorchesters Baden-Württemberg gehört zur absoluten Spitzenklasse der europäischen Dirigenten und er vermittelt dies auch den begeistert mitgehenden jungen Leuten.
Zum 25-jährigen Bestehen des SJBO werden rund neunzig aktuelle Elite-Nachwuchskräfte die 774 Kapellen des ASM mit ihren circa 39000 Aktiven in einem festlichen Konzert repräsentieren: Derzeit befinden sich die jungen Leute bei einer siebentägigen Projekt-Arbeitsphase in Violau (Landkreis Augsburg), und am Samstag, 7. Januar, wird das Schwäbische Jugendblasorchester unter Leitung von Toni Scholl um 20 Uhr sein Jubiläumskonzert im Edwin-Scharff-Haus in Neu-Ulm geben. Auf dem Programm stehen die „Ouvertüre zu Tannhäuser“ von Richard Wagner, das „Konzert in a-Moll“ für Klavier und Blasorchester von Edvard Grieg, „Extreme Make Over“ von Johan de Meij und die „Ouvertüre 1812“ von Pjotr I. Tschaikovsky. Karten gibt es nur an der Abendkasse, die ab 19 Uhr geöffnet ist.
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