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08. April 2011 14:04 Uhr

Hospizverein

Sie begleiten beim Sterben

13 Absolventen erhöhen Zahl der Ehrenamtlichen auf 56 in Günzburg

Nach der Aussendungsfeier stehen die neuen Hospizbegleiterinnen und ihr männlicher Kollege noch einmal als Kurs zusammen. Von links: Albertine Bergsträßer, Jutta Weindl, Stefan Weindl, Evi Komm, Marianne Fetzer, Claudia Abeska, Waltraud Mayr, Ida Broeg, Jutta Riegel, Lena Häusler, Sabine Siegl, Cornelia Nowotny und Anita Menzel.
Foto: Hospizverein

Günzburg Zwölf Frauen und ein Mann wurden bei einer geistlichen Feierstunde als neue Hospizbegleiter gesegnet und in die große „Familie“ des Raphael Hospiz Vereins Günzburg aufgenommen. Mit ihnen verfügt der Verein nun über 56 einsatzbereite Hospizbegleiterinnen und -begleiter.

Der Kurs, der im Herbst begonnen hatte, erfüllte, wie schon die Kurse davor, die Vorgaben des „Deutschen Hospiz- und Palliativ-Verbandes“, denn Sterbebegleitung bedarf gründlicher Vorbereitung und Schulung. Jeder Teilnehmerin und dem einzigen Mann unter ihnen wurde im Verlauf der Aussendungsfeier eine Kerze mit ihrem Namen überreicht.

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„Eine Kerze“, so der Vereinsvorsitzende Prof. Dr. Wolfgang Schreml, „spendet Licht und Wärme, wird dabei allerdings aufgezehrt. Sie aber mögen in Ihrem Einsatz für die Sterbenden ebenfalls Licht und Wärme verbreiten, ohne sich zu verbrauchen.“

Handkreuz überreicht

Die Kursleiterin Hilde Rothmund, die als evangelische Theologin den Gottesdienst gehalten hatte, überreichte jedem der Kursabsolventen ein kleines Handkreuz. „Ein Kreuz hat zwei Balken“, so die Hospizfachfrau, „einen waagerechten und einen senkrechten. Der Waagerechte steht für die Erde, der Senkrechte weist in den Himmel. Was trägt, was hält mich? Der Sterbende, dessen Hand gehalten wird, muss im Sterben loslassen. Bis zuletzt begleitet, muss er diesen Schritt doch alleine vollziehen. Möge er sich getragen wissen.“

Koordinatorin und Kursleiterin Ingrid Reimlinger hatte jedem der „Neuen“ einen Paten aus dem Kreis der „Alten“ zur Seite gestellt. „Wie der Taufpate den Täufling im Leben begleiten soll, so ist der Hospizpate für sein ‚Patenkind’ da. Und nicht vergessen: Auch 1000 Meilen beginnen mit dem ersten Schritt.“ (pm)

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