Samstag, 30. Juli 2016

06. Dezember 2013 00:43 Uhr

So kann man Sankt Nikolaus neu entdecken

54 Seiten starker Kirchenführer über Gotteshaus in Kötz

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Kötz Der Titel stimmt nicht ganz. „300 Jahre Sankt Nikolaus in Kleinkötz“, so heißt der von der katholischen Kirchenstiftung herausgegebene, kleine Führer durch die Geschichte des 1711 geweihten Gotteshauses. Das von mehreren Autoren geschaffene, 54 Seiten starke Heft lenkt den Blick nicht nur auf die Kunstgeschichte der etwas über 300 Jahre alten Kirche, sondern auch auf die kulturhistorische Entwicklung. Er räumt auch den Renovierungen des 20. Jahrhunderts und der umfassenden Außen- und Innenrenovierung der Jahre 2006 bis 2012 breiten Raum ein.

Gut die Hälfte des reich bebilderten Kirchenführers ist der Geschichte und der Ausstattung der Kleinkötzer Kirche gewidmet. Autorin ist hier Undine Fischer, die Baudokumentation und Inventar im Auftrag der Diözese Augsburg untersucht hat. An Selbstbewusstsein scheint es den Kleinkötzern auch vor drei Jahrhunderten nicht gefehlt zu haben, als sie die marode Vorgängerkirche durch einen Neubau des damals schon weithin geschätzten Baumeisters Valerian Brenner ersetzen ließen.

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Viele Pilger bei den Festen der Skapulierbruderschaft

Zu klein geworden war die alte Kirche für die örtliche Gemeinde, die vielen Pilger bei den Festen der Skapulierbruderschaft. Diese ist 1661 zu Ehren „Unserer Lieben Frau vom Berge Karmel“ gegründet worden und besteht heute noch. Das Skapulierfest feiern die Kleinkötzer jedes Jahr am 16. Juli, allerdings im nicht mehr ganz so großen Rahmen wie in der Blütezeit des 18. Jahrhunderts, als von mehreren Tausend Pilgern beim Skapulierfest berichtet wird.

Das um 1470/80 entstandene Gnadenbild der Bruderschaft ist im linken Seitenaltar zu sehen. Es lohnt sich, mit dem neuen Kirchenführer in der Hand durch das Gotteshaus zu gehen. Manches scheinbar Altbekannte wird man mit neuen Augen sehen können. Die in der Kleinkötzer Kirche vielfältig auftauchenden Armen-Seelen-Darstellungen beispielsweise, die auch am linken Seitenaltar im Fegefeuer zu sehen sind. Auch hier trägt eine der Armen Seelen das Skapulier, ein Schulterkleid, das fest zu manchen Ordenstrachten gehört und als Mini-Skapulier der Bruderschafter den Schutz der Gottesmutter verheißt.

Hochaltar strahlt in Blau, Weiß und Gold

Zum Nikolaustag richten sich vielleicht besonders viele Blicke zum aus der Bauzeit stammenden und in Blau, Weiß und Gold strahlenden Hochaltar, dessen Blau die Illusion erwecken soll, dass für den Altar kostbarer Lapislazuli verarbeitet worden sei. Weit oben, zwischen zwei anbetenden Barockengeln, findet sich eine Kartusche mit dem 1839 von Florian Kurringer (Ichenhausen) geschaffenen Bildnis des Heiligen Niklaus. (ilor)

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