Montag, 23. Oktober 2017

18. September 2012 00:19 Uhr

Bibertal

So war es früher auf dem Land

 Die „Bibertaler Bulldogfahrer“ haben viele Gäste bei ihrem ersten Feldtag in Opferstetten gehabt. Von Martina Schröck

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Von Martina Schröck

Bei bestem Wetter feierte der Verein „Bibertaler Bulldogfahrer“ am Wochenende seinen ersten Feldtag. Über 120 Traktorfahrer mit Bulldog und weit mehr als 200 Besucher trafen sich auf dem Stoppelacker von Stefan Geiger in Opferstetten mit Blick auf Bühl. Dass die historischen landwirtschaftlichen Geräte in Aktion zu sehen waren, kam hervorragend an.

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Was gab es nicht alles live zu sehen und zu hören am Feldtag: Unter rhythmischem Tuckern zeigte Familie Thomalla aus Bühl, wie man in den 50er Jahren Kartoffeln auf den Acker brachte. Fleißige Helfer saßen auf der Maschine. Sie legten Kartoffelknollen in ein Rad, und die Maschine brachte sie direkt in den Boden ein. „So eine Maschine war eine ganz große Erleichterung. Vorher musste man noch mit einem Kübel über die Felder laufen“, erinnert sich Hilde Baur aus Bühl. Viele interessante Geräte vom Beginn der Mechanisierung in der Landwirtschaft konnte man hier kennenlernen oder wieder sehen. Witzig anzuschauen war beispielsweise der Heuwender von Herbert Reimitz aus Opferstetten: Vier Gabeln bewegten sich hinter einem Traktor auf und ab. „Die alten Maschinen waren zwar langsamer als heutige, aber hocheffizient. Beim Abernten blieb kein Hälmle auf dem Feld liegen“, lobt Reimitz die alte Technik. Eines der ältesten Geräte, das mal wieder zeigen durfte, was es kann, war ein Hatz-Diesel-Standmotor. Andreas Ihle hatte ihn aus Neu-Ulm mitgebracht: „Die Maschine habe ich in einer alten Scheune in Schwaighofen gefunden und restauriert“, sagt der Schlosser, der mit seiner Tochter Sarah da war. Der Standmotor rauchte und trieb eine siebzig Jahre alte Dreschmaschine von Ködel und Böhm aus Lauingen an. Auch sie hatte mehrere Jahrzehnte in einem Stadel überdauert. Wieder in Fahrt, brummelte sie anscheinend zufrieden vor sich hin. „Leider wurden viele der alten Maschinen zerstört“, sagt ihr Besitzer Bernhard Mayer aus Echlishausen. Recht laut war die Transmissionsanlage, die Gerhard Dürr aus Langenau mitgebracht hatte. Auf dem Feldtag trieb sie eine Schrotmühle, eine Getreideputzmaschine und einen Schleifstein gleichzeitig an.

Neben der historischen Landwirtschaft und Fachsimpelei ging es auch ums Zusammensein und Geselligkeit bei Essen und Trinken sowie Kaffee und Kuchen. „Das ist ein schönes Fest“, lobte Kreszentia Pointner, die als Mädchen bei Bauern in Kissendorf mitgearbeitet hat, und viele der alten Geräte noch kennt. Für die Kinder gab es eigene Angebote, wie ein Süßwarenstand oder eine Hüpfburg. Aber auch sie konnten der Landwirtschaft von einst viel abgewinnen. „Mir haben die alten Maschinen am besten von allem hier gefallen. Mich interessiert das, ich fahre auch gern beim Opa auf dem Traktor mit, wenn er Holz holt“, stellte der siebenjährige Tim aus Kissendorf fest. Die Bibertaler Bulldogfahrer wollen den Feldtag wiederholen. Wenn nicht nächstes Jahr, dann spätestens übernächstes.

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