Zusmarshausen/Kreis Augsburg Eine der schwierigsten Etappen auf der Reise des Schwertransports durch den Landkreis Augsburg ging in der Nacht zum Dienstag ohne Probleme über die Bühne. Gegen Mitternacht erreichte das 260-Tonnen-Monster die Autobahn bei Zusmarshausen. Das spektakuläre Wendemanöver des Kolosses zog trotz der späten Stunde mehrere Zuschauer an.


Wie berichtet, wird der sogenannte "Autoklav", ein Druckofen, der acht Meter breit und neun Meter hoch ist, zur Firma Aerotec in Augsburg transportiert. Die Reise geht von Lauffen am Neckar über Zöschingen (Landkreis Dillingen) quer durch das Augsburger Land bis zur B 17 und dann weiter nach Augsburg. Aber zurück zur spektakulären Etappe im westlichen Landkreis Augsburg. Da die Brücke über die A 8 bei Zusmarshausen nicht für solche Lasten ausgelegt ist, musste das rollende Monster über die Autobahn geleitet werden. Dafür wurden beide Spuren zeitweise gesperrt, damit der Laster sein Wendemanöver vollbringen konnte. Er rollte erst in Richtung Stuttgart, querte dann die Autobahn - die Leitplanken waren abmontiert - und kehrte über die Ausfahrt auf der Gegenseite auf die Kreisstraße Richtung Zusmarshausen zurück. Viele Schaulustige verfolgten das nächtliche Spektakel. Der Schwertransporter ist sowieso zurzeit in der Region eine Attraktion - egal, wo er steht oder fährt: Kinder haben ihren Spaß daran, die Achsen und Räder zu zählen.
Die nächtliche Tour ging über Horgau, Kutzenhausen und Rommelsried weiter in Richtung Süden. "In den Ortsdurchfahrten war es recht eng, der Tross musste öfter stoppen", erklärte Elmar Thurl, der beim Polizeipräsidium Schwaben-Nord für die Organisation von Schwertransporten zuständig ist. So waren auf der Kreisstraße 1 von Rommelsried nach Häder (Marktgemeinde Dinkelscherben) noch viele Äste im Weg. Der Kreisbauhof Diedorf war vor Ort und sorgte für den richtigen Schnitt. "Es besteht keine Gefahr mehr, dass dort noch etwas herunterfällt", so Thurl.
Diese Behinderung sorgte aber für Verspätung. War das Eintreffen in Häder für sechs Uhr morgens geplant, hieß es für die Begleiter des Transporters und die Polizei erst gegen acht Uhr Dienstschluss. Der Schwertransport war in der Ortseinfahrt "verräumt". Die nächste Station ist dann Fischach, wo der Mega-Laster am gestrigen Mittwochmorgen ankam. Er hält auf einem Parkplatz an der Verbindungsstraße von Margertshausen an der Abzweigung nach Reitenbuch.
Am heutigen Donnerstag geht die Fahrt dann weiter nach Mickhausen. Dort wird er nur eine kurze Pause einlegen und tagsüber weiterfahren. "Es müssen zwei Engstellen passiert werden, das ist nachts zu gefährlich", so der Transportexperte Thurl. (msi)
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