Dienstag, 27. September 2016

21. Dezember 2013 08:06 Uhr

Landkreis Günzburg

Stripper nimmt illegale Hormone für die Traumfigur

Um besonders gut auszusehen, hat ein 27-Jähriger illegale Hormone genommen. Dafür wurde er nun zu einer Geldstrafe verurteilt. Das ist aber nicht das einzige Problem des Mannes. Von Manuela Antosch

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Für die Traumfigur hat ein 27-jähriger Stripper illegale Hormone geschluckt. Der Schuss ging für ihn nach hinten los.
Vladimir Wrangel (Fotolia)

Er wollte mit einer „Top-Figur“ die Damen beeindrucken und landete vor Gericht: Ein 27-jähriger Stripper ist vor dem Amtsgericht Günzburg nach einer illegalen Hormonkur zu einer Geldstrafe von 1800 Euro verurteilt worden. Der Mann aus dem Landkreis war Bodybuilder und hatte als Stripper und Tabledancer gearbeitet. Seiner Traumfigur wollte er mit Wachstumshormonen nachhelfen. Das ist aber verboten, deshalb wurde er angeklagt.

Die Hormone wurden in Senden gemixt

2011 hatte der Mann im Fitnessstudio jemanden kennengelernt, der ihm eine Hormonkur angeboten hatte. Er kaufte insgesamt rund 40 Ampullen mit sieben verschiedenen Wachstumshormonen – jede für etwa 60 Euro – und dazu noch Tabletten, berichtete er vor Gericht.

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Die illegalen Hormone wurden in einem „Waschküchenlabor“ in Senden gemixt, sagte Richter Walter Henle. Der Hersteller wurden bereits im vergangenen Jahr vom Landgericht Memmingen zu viereinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Der damals 29-Jährige hatte verbotene Substanzen aus China bezogen und daraus hoch dosierte Dopingmittel fabriziert.

Zwei Brüder aus dem Landkreis Neu-Ulm, damals 42 und 47 Jahre alt, bekamen Bewährungsstrafen. Sie haben die Hormone nicht nur selbst konsumiert, sondern auch an Sportkameraden aus der Bodybuilderszene weiter verkauft. Eben auch an den 27-Jährigen aus dem Landkreis Günzburg. Er sei im Zuge der Ermittlungen bei der Telefonüberwachung aufgeflogen, erklärte Richter Henle.

Massive gesundheitliche Probleme

Doch seit dem Hormoncocktail hat der junge Mann nicht nur eine Traumfigur, sondern auch massive gesundheitliche Probleme. Bei der Untersuchung hatte der Angeklagte neben den Hormonen auch Viagra im Blut – die Wachstumshormone stören nämlich die Sexualfunktion, sagte ein Gutachter. Auch Schäden an Leber und Niere seien möglich. Der Angeklagte musste schon operiert werden, weil er Krampfadern in den Beinen bekommen hatte. Jetzt steht auch noch eine Brust-OP an, denn die hat sich durch das Doping vergrößert. Von den Nebenwirkungen habe er im Internet gelesen, sagte der Angeklagte in der Verhandlung. Er habe sie aber ignoriert – die Schönheit ging vor.

Jetzt kam zu den Gesundheitsproblemen auch noch die Gerichtsverhandlung dazu. Richter Walter Henle verurteilte den Hartz-IV-Empfänger zu einer Geldstrafe von 180 Tagessätzen à zehn Euro.

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Ein Artikel von
Manuela Bauer

Augsburger Allgemeine Land
Ressort: Lokalnachrichten


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