Günzburg (dim) - Eine mit 53 Tieren gut sortierte Spinnen- und Insektenausstellung präsentierten die aus Hirlingen (bei Tübingen) kommenden Aussteller am Samstag im Günzburger Kolpingsaal. Positiv bewertet wurde von den zahlreichen Besuchern mit Kindern, dass alle Exponate zusätzlich mit ausführlichen erklärenden Schautafeln versehen waren.


Bei den "ungefährlichen" Tieren bestand für die Kinder sogar die Möglichkeit, diese auf die Hand zu nehmen und zu streicheln. Herausragend war in der Präsentation die Riesen-Vogelspinne (lateinisch: Theraphosa blondi), die in ausgewachsenem Zustand eine Größe von bis zu 15 Zentimeter erreichen kann. Berücksichtigt man zusätzlich die Beinspannweite, präsentiert sie sich mit 30 Zentimeter Durchmesser. Ausgewachsene Mäuse sind für die Spinne als Mahlzeit kein Problem.
Seit 400 Millionen Jahren
Im Gegensatz zur Vogelspinne zeigte sich der ausgestellte Tausendfüßler (Myriapoda) als handzahm. Den Namen trägt diese Spezies, weil sie sehr viele Beine haben - manche Exemplare bis zu 340 Beinpaare, also 680 Beine. Einige Tausendfüßler-Arten gibt es schon seit 400 Millionen Jahren auf der Erde und kommen fast überall auf der Welt vor. Bisher sind über 8000 verschiedene Arten bekannt. Tatsächlich gibt es aber weit mehr Arten, die noch nicht erforscht sind.
Zierlich anzusehen war der Orchideenmantis (Hymenopus coronatus), eine Art Schmetterling, der bis vier Zentimeter groß werden kann. Er lebt hauptsächlich in Indien, Thailand und Malaysia auf Orchideen, deren Farbe er dann auch annimmt, um besser geschützt zu sein. Für die Kinder gestaltete sich die Ausstellung zweifelsohne als praktische, lehrreiche und unterhaltsame Biologiestunde.
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