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Landkreis
08.09.2017

„Tote Hose“ beim Obst

Ziemlich rar fällt die Obst-Ernte in diesem Jahr aus.
Foto: Anne Wall (Symbolfoto)

Nach vielen Wetterschwankungen fällt die Ernte in diesem Jahr durchwachsen aus. Aber eine Ausnahme gibt es.

Wer sich heuer auf knackige Äpfel oder süße Zwetschgen aus dem Garten gefreut hat, wurde enttäuscht. Mit rund 90 Prozent Ausfall bei der Obsternte ist nach Aussagen von Landwirtschaftsdirektor Reinhard Bader vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (ALEF) in Krumbach in diesem Jahr zu rechnen. Grund ist der heftige Kälteeinbruch mit Minusgraden im April. Bader spricht salopp von „toter Hose“, wenn er nach den Ergebnissen bei der Obsternte gefragt wird. Lediglich bei machen alten Obstsorten oder bei günstiger Lage habe es beim Obst etwas zu ernten gegeben.

Wenn es um die Erträge bei der Getreideernte in den Landkreisen Günzburg und Neu-Ulm geht (Zuständigkeitsbereich des ALEF), kann das Jahr 2017 laut Bader als „relativ durchschnittliches Jahr“ bezeichnet werden. So konnten beim Winterweizen rund 76 Doppelzenter pro Hektar erzielt werden. Der Durchschnittsertrag, gerechnet von 2008 bis 2016, liegt laut Bader bei rund 73 Doppelzentner pro Hektar. In einem guten Jahr könnten 90 bis 100 Doppelzentner pro Hektar erzielt werden. „Es kommt auch auf den Standort an“, erklärt Bader.

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