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21. Januar 2012 23:00 Uhr

Gemeinderat

Überall unwirtschaftlich

Kötzer Gremium befasst sich mit Themen aus den Bürgerversammlungen, so auch mit der Installation von Windrädern

Noch nicht entschieden ist über den in der Ebersbacher Bürgerversammlung vorgetragenen Wunsch nach einer Beleuchtung des durch ein Waldstück führenden Radwegs zwischen Kleinkötz und Ebersbach. Die Verwaltung wird Angebote einholen und dem Gemeinderat vorlegen, der erst entscheiden will, wenn klar ist, wie viel eine Beleuchtung kosten würde.
Foto: Irmgard Lorenz

Kötz 81 Gemeindebürger – die Gemeinderäte nicht eingerechnet – haben vergangenen Herbst die Bürgerversammlungen in den drei Kötzer Ortsteilen besucht. Das sind, gemessen an der Einwohnerzahl, 2,5 Prozent aller Bürger in Kötz. Mit den von ihnen vorgetragenen Anliegen hat sich jetzt der Gemeinderat befasst.

Weg asphaltieren: Im Ortsteil Großkötz wurde nur ein Wunsch vorgetragen: Weil ein Radwegbau entlang der Kreisstraße GZ 5 nach Schneckenhofen nicht in Sicht ist, solle die Gemeinde als Ersatz den Emmenthaler Weg in Richtung Schneckenhofen auch durch den Wald asphaltieren. Gleich eine ganze Reihe von Schwierigkeiten sehen Bürgermeister Ernst Walter und Gemeinderäte da auf die Gemeinde zukommen: Die Waldwege sind in Privatbesitz, Fragen der Räum- und Streupflicht wären bei einem radwegähnlichen Ausbau zu klären, und die Kardinalsfrage stellte Gemeinderat Thomas Bidell: „Wer fährt denn nachts durch den Wald?“ Zudem verläuft am Westrand des Waldes die Gemarkungsgrenze zur Nachbargemeinde Bibertal, die man dann auch ins Boot holen müsste. Bisher ist der von Spaziergängern gern genutzte Emmenthaler Weg bis zum Wieslesgraben asphaltiert, bis zum Beginn des Waldes sind es dann noch etwa 320 Meter Feldweg. Eine endgültige Entscheidung, ob der Weg für Radfahrer ausgebaut werden soll, hat der Kötzer Gemeinderat nicht getroffen.

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Bürgermeister: Das wird in Ordnung gebracht

Günztalradweg: Schnell abgehandelt war dagegen der nächste Wunsch eines Radlers aus Kleinkötz, der den schlechten Zustand des Günztalradwegs bemängelt hatte. „Das wird in Ordnung gebracht“, sagte der Bürgermeister, und das Thema war erledigt.

Verkehrssicherheit: Um die Verkehrssicherheit auf dem Weg zum Kleinkötzer Kindergarten zu erhöhen, sollen zu dem vorhandenen Absperrpfosten Schilder kommen, die auf das Fahrverbot für Autos hinweisen. Weil Kraftfahrer immer wieder den für Fußgänger und Landwirte gedachten Weg als Abkürzung benutzen, habe es schon „Beinaheunfälle“ gegeben, berichtete der Kötzer Bürgermeister. Weitere Pfosten als Absperrung wären nach seiner Einschätzung ein Hindernis für die Landwirte.

Beleuchtung: Ob der Radwegabschnitt im Wald zwischen Kleinkötz und Ebersbach beleuchtet werden soll, will der Gemeinderat entscheiden, wenn Angebote für eine Beleuchtung vorliegen. Beim Radwegbau wurden keine Leerrohre dafür verlegt, und die Meinungen über die Notwendigkeit einer Beleuchtung gingen im Gemeinderat auseinander. „Irgendwo muss man aufhören, Lampen zu bauen“, sagte Michael Mairle. „Zumindest die Gemeindeteile sollte man miteinander verbinden“, konterte Gerhard Stapf mit dem Hinweis auf den beleuchteten Radweg zwischen Kleinkötz und Großkötz.

Fugen und Risse: Eine Frage der Finanzen sind auch Reparaturen an ausgebrochenen Fugen von Gehwegen und Straßenentwässerungsrinnen. „Wir können nicht jedem Riss nachgehen“, so der Bürgermeister auf eine Anfrage aus Kleinkötz.

Windräder: Nach einer Untersuchung von 2002 ist die Installation von Windrädern auf Kötzer Flur „überall unwirtschaftlich“, so Walter auf eine entsprechende Anfrage bei der Ebersbacher Bürgerversammlung. Lediglich nordöstlich von Ebersbach gibt es eine kleinere Fläche, die infrage kommen könnte. Zum Fortschritt der Planungen für die Umgehungsstraße wiederholte Walter, was er auch schon in der Bürgerversammlung gesagt hatte: „Ein Ende ist unabsehbar.“

Feuerwehrhaus: Über die in Ebersbach gewünschte Erweiterung des Feuerwehrhauses um einen Aufenthaltsraum wolle er mit dem neuen Vorstand des Feuerwehrvereins beraten, kündigte der Bürgermeister an und bekräftigte, was er auch schon in der Ebersbacher Bürgerversammlung gesagt hatte: Ein Anbau „bringt zu wenig Platz“.

Weiße Linie: Noch offen ist auch, ob an der Wettenhauser Straße die von einem Ebersbacher gewünschte weiße Linie auf der Straße aufgebracht wird, um ein optisches Signal zugunsten von Fußgängern zu geben. Eine solche Linie „gaukelt eine gewisse Sicherheit vor, die nicht da ist“, sagte Walter. Er werde die Angelegenheit vor Ort mit der Polizei begutachten. (ilor)

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