Das neue Blockheizekraftwerk fürs Landratsamt ist angekommen. Es erzeugt dezentral Strom, es liefert Wärme und kühlt im Sommer.

Noch vor dem Reaktorunglück in Fukushima und damit auch vor der von der Bundesregierung beschlossenen Energiewende hat der Landkreis Günzburg Anfang 2011 beschlossen, ein Blockheizkraftwerk (BHKW) für das Landratsamt einzubauen. Damit wurde eine der Vorgaben der Bundesregierung bereits vorweg genommen, durch dezentrale Stromerzeugung den Wegfall der Atomkraftwerke zu kompensieren. Jetzt wurde das Kraftwerk geliefert, und auch Landrat Hubert Hafner ist zufrieden: „Die Kreisräte haben mit ihrer Entscheidung zum Einbau der BHKW-Anlage Weitsicht bewiesen und konsequent den Weg weiter be-schritten, die kreiseigenen Liegenschaften für die Zukunft fit zu machen und dabei Energie und Haushaltsmittel einzusparen“, sagt Landrat Hubert Hafner.
Das gasbetriebene Blockheizkraftwerk mit einer elektrischen Leistung von etwa 50 Kilowatt (KW) und einer thermischen Leistung von rund 80 KW kostet 246000 Euro und biete gleich mehrere Vorteile:
Katastrophenschutz bleibt bei Stromausfall handlungsfähig
Die Eigenstromerzeugung für die Grundlast spart angesichts steigender Strompreise erhebliche Kosten. Der Kreis geht von einer Amortisationszeit von etwa fünf Jahren aus.
Bei einem eventuellen Stromausfall, wie er in der Vergangenheit gelegentlich vorkam, wird das Blockheizkraftwerk automatisch im Notstrommodus gefahren. Es versorgt dann die wichtigsten Einrichtungen des Amtes wie Katastrophenschutz, EDV- und Serveranlagen mit Strom, Damit bleibt die Behörde auch bei längeren Stromausfällen handlungsfähig, was gerade für die Bewältigung von Katastrophen eine besondere Bedeutung hat.
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