Katja Müller wird Nachfolge von Leiter Werner Hölzl übernehmen. Neuer Hausmeister in Schule und Günzhalle
Kötz Gleich drei neue Mitarbeiter gibt es seit Anfang November in der Gemeinde Kötz: Holger Schäferle, der für den vor Kurzem verstorbenen Bauhofmitarbeiter Friedrich Wiedemann nachrückt, Katja Müller, die die Kämmerei und die Geschäftsstellenleitung der Verwaltungsgemeinschaft übernimmt, wenn Werner Hölzl Ende Februar in Altersteilzeit geht und – ein Novum in Kötz: Hans Karmen, der sich als Hausmeister nicht nur um die Alois-Kober-Grundschule, sondern auch um die Günzhalle kümmern soll.
Geht es in den ersten beiden Fällen darum, frei gewordene oder frei werdende Arbeitsplätze wieder zu besetzen, so hat die Gemeinde Kötz mit der Stelle für den Hausmeister von Schule und Mehrzweckhalle einen Vollzeitarbeitsplatz geschaffen, den es so bisher nicht gegeben hat. In der Schule hatte bisher Werner Hirsch „mit ganz wenigen Wochenstunden“ (Bürgermeister Ernst Walter) nach dem Rechten gesehen, für die benachbarte Günzhalle, die nicht nur für Sport, sondern auch für Veranstaltungen genutzt wird, gab es bislang keinen Hausmeister.
Dafür gab es immer wieder Klagen. Wer sorgt dafür, dass das Licht ausgeschaltet wird, wenn der Letzte die Halle verlässt? Wird die Halle nach Veranstaltungen ordentlich hinterlassen? Wer ist da, wenn es technische Schwierigkeiten gibt? Wer sorgt dafür, dass Fluchtwege ordnungsgemäß freigehalten werden, wenn sich viele Menschen in der Halle befinden? Gerade im Veranstaltungsbereich, so sagt der Bürgermeister, würden die Sicherheitsbestimmungen immer strenger. Da sei es angebracht, einen Hausmeister zu haben, der sich nicht nur mit der Haustechnik auskennt, sondern auch auf die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften achten kann.
Diese Aufgabe hat die Gemeinde dem 48-jährigen Bubesheimer Malermeister Hans Karmen übertragen, der vorher Ausbilder im Bereich Farbe beim Bildungszentrum in Ulm war. Während er bei Einsätzen in der Günzhalle zeitlich flexibel sein muss, hat er als Hausmeister in der Alois-Kober-Grundschule feste Arbeitszeiten und macht dort auch mittags die Schulbusaufsicht.
Dass sie ihre Arbeitszeiten teilweise auch flexibel gestalten kann, schätzt Katja Müller, die derzeit von Werner Hölzl in den Aufgabenbereich der Kämmerei und der Geschäftsstellenleitung der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Kötz/Bubesheim eingelernt wird. Die 31-Jährige, die aus Bachhagel (Landkreis Dillingen) kommt, war bisher in der Marktgemeinde Wittislingen als stellvertretende Kämmerin angestellt.
Sie wolle gern die Chance in Kötz ergreifen und beruflich „diesen Schritt nach vorne machen“, sagte Müller der GZ. Ihr Eindruck nach zwei Wochen, in denen sie dem seit 1972 für die VG tätigen Hölzl über die Schulter geschaut hat: „Super organisiert und sehr strukturiert!“ Zusammen mit Hölzl bereitet Müller gerade die Gemeinderatssitzung für Bubesheim vor, sie bereitet die Sitzung der VG nach, und vor allem: Die Vorarbeiten für den Haushalt 2012 der Gemeinde Kötz laufen schon: Müller und Hölzl warten auf genauere Daten beispielsweise über Schlüsselzuweisungen und Einkommenssteueranteil, sodass der Kötzer Etat 2012 Gestalt annimmt und absehbar wird, welche Projekte die Kommune anpacken kann.
Auch privat hat Katja Müller mit Kommunalpolitik zu tun. Sie ist eine von zwei Rätinnen im Gemeinderat von Bachhagel, dem eine ehrenamtliche Bürgermeisterin vorsitzt. Nicht als CSU-Mitglied, sondern als Vertreterin des Bürgerblocks sei sie 2008 in den Gemeinderat gewählt worden, sagt Müller, die dort Jugendbeauftragte und auch Schriftführerin ist. Als Frau vom Fach findet sie es „interessant“, die Sache von beiden Seiten zu sehen, als gelernte Verwaltungskraft und als ehrenamtliche Bürgervertreterin.
Dass die Gemeinde Kötz sich um Familienfreundlichkeit bemüht und seit Jahren Jobsharing, Teilzeitstellen und flexible Arbeitszeiten anbietet, kommt der verheirateten Mutter einer bald einjährigen Tochter sehr entgegen. Ja nachdem, ob ihr Mann oder sie selber die Tochter in die Kinderkrippe in Bachhagel bringt, beginnt ihr Arbeitstag im Kötzer Rathaus früher oder später. Und auch in Bachhagel kommt man der jungen Familie, in der beide Elternteile berufstätig sind, entgegen: Die Öffnungszeiten des dortigen Kindergartens orientieren sich auch an den Bedürfnissen der Familie. Zwar hatte Katja Müller ursprünglich daran gedacht, ihre Arbeit auf Teilzeit zu reduzieren. Als Kämmerin aber bekam sie keine Teilzeitstelle. Also entschied sich die junge Mutter für Vollzeit. Dank der Flexibilität ihres Wohnorts und ihres Arbeitgebers ist das für sie machbar.
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