Günzburg Carsharing oder 'professionelles Autoteilen' könnte bald auch in Günzburg möglich sein. Der Arbeitskreis Arbeit, Wirtschaft und Mobilität der Lokalen Agenda 21 in Günzburg bot dazu vergangenen Herbst in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Günzburg eine Informationsveranstaltung an. Neben Tipps und Entscheidungshilfen, die die Überlegungen pro oder kontra eigenes Auto unterstützen sollten, gab es dabei bereits einen Aufruf an Interessenten, sich für ein Günzburger Projekt zu melden (wir berichteten).

Für alle, die weniger als 10 000 Kilometer fahren
"Carsharing rechnet sich für alle, die weniger als 10 000 Kilometer im Jahr mit dem eigenen Auto zurücklegen", erläutert Alexander Besdetko, Sprecher des Agenda-Arbeitskreises, "wer täglich sein Auto beruflich benötigt oder privat viele Fahrten unternimmt, für den ist es sicherlich uninteressant".
Gesucht sind die Bürger, bei denen das Auto nicht jeden Tag benötigt wird. Dies geht auch aus einem Faltblatt des Verkehrsclub Deutschland hervor. Er beschreibt Carsharing als Alternative für diejenigen, die in der Regel ihre Wege mit Bus, Bahn, Fahrrad oder zu Fuß zurücklegen - und eben nur ab und zu ein Auto benötigen.
"Wir sind kurz davor, das Projekt starten zu können. Es fehlen noch vier Interessenten, die sich vorstellen könnten, einzusteigen", so Joachim Vogt, Geschäftsführer der Firma Confitech, die auch in Ulm das Carsharing unter dem Namen "confishare" managt. "Um die Einstiegshürde etwas herabzusetzen, würden wir in Günzburg ohne Kaution starten. So kann jeder erst mal ausprobieren, ob ihm das Autoteilen zusagt. Ist dies nicht der Fall oder ändern sich beim Einzelnen die Rahmenbedingungen, kann man mit einer Frist von vier Wochen den Nutzungsvertrag kündigen", betont Vogt. Auch für Interessierte aus den umliegenden Orten wie Leipheim, Bubesheim, Kötz oder Rettenbach könnte das Projekt interessant sein. (zg)
Wer noch unentschlossen ist oder weitere Infos zum Thema Carsharing benötigt, kann sich bei der Agenda-Beauftragten der Stadt Günzburg, Christine Hengeler, unter Telefon (08221) 903-196 vormittags, oder per Mail unter hengeler@rathaus.guenzburg.de erkundigen. Für Interessierte gilt: Bis spätestens 25. Februar muss eine Interessenbekundung vorliegen, damit das Projekt im Frühjahr gestartet werden kann.
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