Straße im neuen Wohngebiet in Großkötz wird schmäler. Keine Bauminseln

Kötz-Großkötz Das künftige Wohnbaugebiet „Am Schneckenhofer Weg“ in Großkötz ist einen Verfahrensschritt weiter: Der Kötzer Gemeinderat hat einstimmig die Ausführungsplanung genehmigt, die Fragen der Erschließung mit Wasser und Abwasser, aber auch den Straßenbau regelt. Jetzt sollen die Arbeiten für die Erschließung des 15 Parzellen umfassenden Wohngebiets ausgeschrieben werden.
Bei den Kanälen für das Abwasser empfahl Ingenieur Ludwig Kuhn den Kötzer Gemeinderäten, vorsorglich einen größeren Querschnitt zu wählen. 400 Millimeter schlug er vor, obwohl das Gebiet auch mit einem 300-Millimeter-Kanal problemlos entwässert werden könnte. Mit der größeren Nennweite habe die Kommune Spielraum, wenn in späteren Jahren nördlich des jetzt überplanten Areals ein weiteres Baugebiet geschaffen werden sollte. Das ist zwar aktuell nicht in Planung, aber: „Die nächsten Baugebiete sind irgendwo oberhalb“, sagte Bürgermeister Ernst Walter, und die Gemeinderäte stimmten einhellig zu.
Beim Straßenbau allerdings gab es Diskussionen. In welcher Dimension soll die Lange Gasse, die das neue Baugebiet im Süden begrenzt, fortgeführt werden? Und wie soll es die Gemeinde mit dem Weiterbau des Emmenthaler Wegs halten, der das Neubaugebiet im Norden begrenzt? Klar wurde dabei, dass den Gemeinderäten die neue Erschließungsstraße zwischen Emmenthaler Weg und Lange Gasse zu breit ist.
„Da kann man so richtig schön durchheizen“
Sechs Meter Fahrbahn plus 1,5 Meter Gehweg mit überfahrbarer Kante – „da kann man so richtig schön durchheizen“, warnte Gemeinderat Gerhard Stapf und schlug vor, den Verkehr mit versetzten Bauminseln und markierten Stellplätzen auf der Straße zu bremsen.
Bei seinen Ratskollegen stieß er damit auf wenig Begeisterung. Das Wohngebiet „An der Schießmauer“ in Kleinkötz wurde als Beispiel herangezogen. „Da ist dauernd irgendein Baum kaputt“, sagte Bürgermeister Walter. Allerdings betrage die Straßenbreite hier auch nur 4,5 Meter plus Gehweg. Sein Vorschlag, auf Bauminseln zu verzichten und dafür die Straßenbreite von sechs auf fünf Meter plus Gehweg zu reduzieren, wurde einstimmig angenommen. (ilor)
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