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25. Januar 2009 18:40 Uhr

Wanderreiten ist auf dem Vormarsch

Landkreis/Glöttweng (zg) - Noch ein junges touristisches Pflänzchen ist das Wanderreiten durch die Region. Deshalb werden weitere geeignete Pferdehöfe und pferdefreundliche Gasthäuser in der Region gesucht. Bei ihrer Jahreshauptversammlung in Glöttweng erhielten zwölf Betriebe ihre Klassifizierungsurkunden.

Wanderreiten ist auf dem Vormarsch
Foto: ALFA

Das "Wanderreiten in Schwaben" wurde vor etwa fünf Jahren von Bernhard Imminger aus Jettingen ins Leben gerufen. Bei täglichen Strecken von 25 bis 40 Kilometer orientiert sich die Arbeit der Interessengemeinschaft deshalb nicht innerhalb von Landkreisen, sondern in größeren Regionen. Bei ihren mehrtägigen Ritten durchstreifen Wanderreiter meist mehrere Landkreise auf Feld und Waldwegen. Hauptsaison ist Frühling und Herbst. Zehn Regeln für "Reiten im Gelände" sollen für ein gutes Miteinander mit Jägern, Landwirten und Grundstückbesitzern sorgen.

Derzeit schälen sich im Bezirk Schwaben zwei bevorzugte Touren heraus. Eine Strecke entlang der Mindel Richtung Donau und eine Strecke von Füssen durch den "Naturpark Augsburg westliche Wälder" über den Holzwinkel in Richtung Ries.

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Bei der Versammlung hieß es, viele Wanderreitstationen seien gut bis sehr gut besucht und belegt - vor allem dort, wo es viele Stationen gibt. In manchen Randgebieten waren die wenigen Stationen dagegen wenig bis gar nicht belegt, stellte Trekkingführerin Angelika Gaisser aus Unterhaslach etwas enttäuscht fest. "Andere Regionen, wie das Altmühltal, sind uns hier zehn Jahre voraus", resümierte Reinhold Domberger vom Fjordpferdehof in Ziemetshausen.

"Eigentlich zufrieden" zeigte sich Georg Fink, der in Glöttweng eine "pferdefreundliche" Gaststätte betreibt. Neben Wanderreiter steuern immer öfters Pferdegespanne mit Planwagen und Kutschen das Gasthaus im Holzwinkel an.

Karte findet Anklang

Insgesamt stehen für die neue Saison 39 Stationen in Schwaben zur Verfügung, davon sind sechs Unterkünfte im Landkreis Günzburg. Die meisten von ihnen unterzogen sich einer freiwilligen Klassifizierung. Siegfried Huber überreichte bei zwei Versammlungen die begehrten "Haustafeln" mit meist vier bis fünf Sternen. Kassiererin Angelika Gaisser sagte, dass die neuen Wanderreitkarten großen Anklang finden.

Ein Diskussionsthema war auch ein "Wanderreiterpass". Bei zehn Übernachtungen in Schwaben soll es einen Gutschein für die nächste Übernachtung geben. Unklar ist noch die Finanzierung des Bonusheftes. Auch sollen zwei Servicetelefone mit festen Handynummern eingerichtet werden. Je eines im Norden und Süden von Schwaben. Gedacht sind sie für Reiter und Gespanne, die unterwegs Hilfe oder Information benötigen.

Weitere Informationen unter www.wanderreiteninschwaben.de oder bei Angelika Gaisser, Telefon 0174-7393216. Wanderreitkarten sind an den einzelnen Stationen erhältlich.

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