Sonntag, 24. September 2017

02. Februar 2015 00:32 Uhr

Zukunft

Was das intelligente Zuhause alles kann

Der Energie-Info-Tag in Günzburg findet große Resonanz. Wie man Komfort gewinnt und dabei Energie spart Von Sandra Kraus

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Die Stände der Agenda-Mitglieder verwandeln das Erdgeschoss der Grundschule Südost in ein großzügiges Energie-Informationszentrum.
Foto: Sandra Kraus

Ungebrochen ist das Interesse von Bauherren und Hausbesitzern am Energie-Info-Tag in Günzburg. Seit Jahren stellt die Lokale Agenda 21 in der Grundschule Südost ein Vortrags- und Ausstellungsprogramm zusammen, das die Besucher anspricht. „Hier fühle ich mich gut informiert“, sagt ein Günzburger Hausbesitzer am Samstag beim Rundgang. Seine Ehefrau meint: „Nicht das Verkaufen steht im Vordergrund, sondern die ehrliche Beratung.“

Tatsächlich tragen die Profis rund um die Themen Bauen, Sanieren und Finanzieren Namensschilder mit dem Lokalen-Agenda-21-Logo und beantworten geduldig sämtliche Fragen. Im Fokus des Energie-Info-Tages 2015 steht das intelligente Zuhause, das Smart Home. „Unter diesem Oberbegriff ist von Komfortgewinn bis Energieeinsparung alles möglich“, erklärt Martin Ott aus Ichenhausen. Zum Komfort gehöre ein um 6 Uhr auf 22 Grad geheiztes Badezimmer oder die für das Fernsehen optimale Wohnzimmerbeleuchtung, die zuvor am PC, Tablet oder Smartphone eingestellt wurde und dann über eine kleine Technikzentrale, die an das häusliche Netzwerk angeschlossen ist, realisiert wird. Im Zuge von Energieeinsparung könnten bei Abwesenheit die Thermostate aller Heizkörper um zwei Grad abgesenkt werden.

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Die Lech Elektrizitätswerke (LEW) setzen bei Smart Home woanders an. „Wer im Normalfall 30 Prozent seines auf dem eigenen Dach produzierten Sonnenstroms für den Eigenbedarf nutzt, kann dies mit Smart-Home-Technik auf 40 Prozent steigern und damit Stromkosten sparen“, sagt Reinhard Uhl (LEW). Ein zentrales Steuergerät würde zum Beispiel Waschmaschine, Trockner oder Spülmaschine über Funksteckdosen erst bei Sonnenschein einschalten. Seit 1. Januar bieten die LEW Besitzern von Photovoltaikanlagen an, den Sonnenstrom auch für den Betrieb der Wärmepumpe zu nutzen. Dazu ist ein zweiter Zähler nötig. Um überschüssigen Sonnen- oder Windstrom kümmert sich auch der „Oskar Smart Energy“, ein Naturstromheizgerät, das Paul Haslinger von Ratiotherm vorstellt. „Oskar wandelt das Zuviel an Strom sehr intelligent in Wärme um, die dann Heizungswasser oder Warmwasser zu einem späteren Zeitpunkt aufheizen kann“, informiert Haslinger. Oskar sei im Prinzip mit allen Heizungssystemen und Pufferspeichern kombinierbar.

Einen höheren Wirkungsgrad im Bereich von thermischen Solaranlagen versprechen die Vakuum-Röhrenkollektoren, die Florian Röger aus Günzburg vorstellt: „Gerade in der Übergangszeit fangen die mit Spiegeln hinterlegten Röhrenkollektoren deutlich mehr Sonnenlicht ein, ein großer Vorteil ist auch, dass sie ganz ohne Frostschutzmittel auskommen.“ Über die große Resonanz freut sich Oberbürgermeister Gerhard Jauernig. Er betont: „Damit die globale Energiewende Erfolg hat, muss sie lokal gelebt werden und da ist Günzburg mit seinen Bürgern auf einem sehr guten Weg.“ Mit einem Geschenk aus fairem Handel bedanke sich das Stadtoberhaupt beim ehemaligen Umweltreferent und Agenda-Mitglied Johann Briegel für seine langjährige Arbeit.

Agenda-Sprecher Werner Hensel ermutigt die Info-Tag-Besucher: „Perfekt sein ist beim Thema Energie kaum möglich, aber jeder kann aus den vielen Möglichkeiten nach seinen eigenen Prioritäten, der vorhandenen technischen Ausstattung und seinen finanziellen Ressourcen das Passende aussuchen und verwirklichen.“ Die Lokale Agenda 21 lebe den Slogan „Fachwissen aus der Region für die Region.“

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