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01. Oktober 2011 00:12 Uhr

Bürgerversammlung

Wo der Gemeinderat Platz machen muss für die Kinder

Großes Interesse an Bauprojekten und Investitionen im Kammeltal. Überlegungen zum Flexibus Von Adalbert Zimmermann

Gut besucht war die Bürgerversammlung in Ettenbeuren. Kammeltals Bürgermeister Christian-Konrad Wiesner informierte über die aktuelle Lage in der Gemeinde.
Foto: Zimmermann

Ettenbeuren Mehr als 70 Bürgerinnen und Bürger hatten sich am Mittwochabend im Gasthaus „Schweimeier“ in Ettenbeuren zur Bürgerversammlung der Gemeinde Kammeltal eingefunden. Die Themen waren dann auch sehr vielseitig. Bürgermeister Konrad Wiesner begrüßte die Teilnehmer und begann mit einem ausführlichen Bericht zur aktuellen Situation in der Gemeinde Kammeltal. Ausführlich referierte Wiesner zum Betreuungsangebot für die Kinder. Es werden inzwischen drei Kindergärten im Gemeindegebiet angeboten. Die Betreuung der Kinder kann bei Bedarf zwischen 7 und 17 Uhr und auch durchgehend in den Ferien angeboten werden. „Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist im Kammeltal nahezu Realität“, sagte Wiesner.

Die Kindergärten in Ettenbeuren und Wettenhausen sind zurzeit voll ausgelastet. Der Bau einer Kindergrippe im Kindergarten in Ettenbeuren liege voll im Plan, so der Bürgermeister. Wenn sich dadurch auch der Gemeinderat ein neues Domizil suchen muss: Denn der bisherige Sitzungssaal im Kindergarten wird durch den Umbau wegfallen. „Das lässt sich angesichts der künftigen Nutzung des Raumes verschmerzen“, meinte Wiesner. Dass so eine Maßnahme auch Geld kostet, ließ er nicht unerwähnt: Wiesner bezifferte die Projektkosten auf insgesamt ca. 190000 Euro, dank Fördermitteln wird die Gemeinde jedoch nur mit 49000 Euro belastet.

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Kämmerer Matthias Kirmasz gab die weniger erfreulichen Finanzzahlen bekannt. Die Gemeinde Kammeltal sei alles in allem eine finanzschwache Gemeinde und rangiert im Ranking der Gemeinden im Kreisvergleich auf den hinteren Rängen, so Kirmasz. So betrug die Steuerkraft der Gemeinde im Jahre 2011 bisher etwa 1,36 Millionen Euro. Trotzdem betrugen die Investitionen im Vermögenshaushalt etwa 880000 Euro und die Aufwendungen im Verwaltungshaushalt lagen bei etwa 3,8 Millionen Euro. Der Schuldenstand hat sich seit dem Jahr 2002 von 814000 Euro auf etwa 1,36 Millionen Euro erhöht. Die Investitionen seit 2002 betrugen insgesamt etwa 8,57 Millionen Euro. „Eine stattliche Leistung angesichts der Steuerkraft der Gemeinde“, so Kämmerer Kiermasz.

Die Ortsdurchfahrt Behlingen befindet sich in der Planung. Die Realisierung des Projektes für 2013 ist realistisch. Der Ausbau der Ludwig-Maier-Straße in Behlingen und die Kanalisierung wird die Gemeinde mit etwa 312000 Euro belasten. Der Internetauftritt der Gemeinde war inhaltlich veraltet und seine technischen Möglichkeiten entsprachen nicht mehr dem Stand der Technik. Die Verwaltung hat daher die Webseiten vollständig überarbeitet und modernisiert.

Überlegungen gibt es auch zum Flexibus. Bürgermeister Wiesner sieht da eher eine landkreisweite Lösung, da ein gemeindliches Projekt sehr kostenintensiv und im Kammeltal die Attraktivität der Zentren wie in den umliegenden Städten nicht gegeben ist.

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