Freitag, 18. August 2017

15. März 2017 09:00 Uhr

Strom

Wo nimmt der Landkreis die Energie her?

3,3 Millionen Kilowattstunden werden pro Jahr verbraucht. Aber aus welcher Quelle?

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Auch bei den Landkreisgebäuden kommt der Strom aus der Steckdose – den Kreisausschuss interessierte am Montag allerdings die Frage, aus welchen Quellen er dort künftig hinein kommt.
Foto: Bernhard Weizenegger

Ein alter Witz besagt: Der Strom kommt aus der Steckdose. Welche Art von Strom da herauskommt, weiß aber niemand genau zu sagen: Strom aus Erneuerbaren Energien, aus Atom- oder Kohlekraftwerken, aus dem In- oder Ausland? Oder eine Mischung aus allem? Über diese Fragen wurde im Kreisausschuss diskutiert. Es ging um den künftigen Stromvertrag für den Landkreis Günzburg und seine Eigenbetriebe.

Bei seinem Strombezug ist der Landkreis an einige, darunter auch selbst gewählte Kriterien gebunden. Zum einen hat er sich ein Klimaschutzkonzept verordnet, ist daruch also gewissen ökologischen Vorgaben verpflichtet. Die gelten zum anderen auch für die Mitgliedschaft des Landkreises Günzburg im Förderprogramm European Energy Award.

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Ende des Jahres läuft der Vertrag des Landkreises und seiner Eigenbetriebe mit dem bisherigen Stromlieferanten aus. Die Neuvergabe muss europaweit ausgeschrieben werden. Im Kreisausschuss standen drei Varianten zur Auswahl. Der Bezug von Normalstrom, der Bezug von Öko-Strom, wobei die Energie auch von Altanlagen geliefert werden kann, oder drittens der Bezug von Öko-Strom, bei dem 50 Prozent aus Neuanlagen stammen müssen.

Der Kreis kann sparen

Die Mehrheit der Mitglieder des Ausschusses plädierte für den Bezug von Normalstrom. Der enthalte jetzt schon 35 bis 39 Prozent Öko-Strom. Und er ist preiswerter als (angeblich) reiner Öko-Strom, dessen genaue Zusammensetzung niemand kontrollieren könne und der zudem vielfach aus dem Ausland komme, wie Landrat Hubert Hafner sagte.

Bei einem jährlichen Verbrauch von etwa 3,3 Millionen Kilowattstunden könnte der Landkreis nach Angaben der Kreisverwaltung beim Bezug von Normalstrom jährlich 45 000 bis 50 000 Euro einsparen – etwa sechs Prozent der Gesamtkosten. Diese eingesparte Summe, so der weitere Beschluss, sollte dazu verwendet werden, auf weiteren Gebäuden des Landkreises Photovoltaikanlagen zu installieren, um so einen weiteren Beitrag zur Förderung der Erneuerbaren Energien zu leisten.

Gegen diese Beschlüsse votierte einzig Grünen-Kreisrat Harald Lenz. Er forderte, Öko-Strom zu beziehen und zugleich Geld für den weiteren Ausbau von Photovoltaikanlagen durch den Landkreis in die Hand zu nehmen.

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