Vor mehr als einer Woche gab es Hinweise, dass einige der Brennelemente undicht sein könnten. Um dies zu überprüfen, wurde Block B am Sonntag abgeschaltet; umfangreiche Untersuchungen wurden gestartet (wir berichteten).
Nun sind die Tests abgeschlossen und die Ergebnisse stehen fest. Wie das Unternehmen mitteilt, wurden im Rahmen eines sogenannten Sipping-Verfahrens von insgesamt 784 getesteten Brennelementen zwei als schadhaft lokalisiert.
Schadensanalyse erst in einigen Monaten
Was das bedeutet, konnte (oder wollte) das Unternehmen allerdings noch nicht sagen. "Eine detaillierte Schadensanalyse wird in einigen Monaten vorliegen", heißt es in einer Pressemitteilung.
Bei den betroffenen Brennelementen handelt es sich nach Angaben des Unternehmens um zwei unterschiedliche Typen. In einem Fall könnte es sich bei dem aufgetretenen Defekt um einen konstruktions- oder fertigungsbedingten Fehler handeln. Aus diesem Grund wird die komplette Charge, bestehend aus 40 Brennelementen, vorsorglich ausgetauscht. Im anderen Fall sei ein Einzelfehler aufgetreten, wobei aus reaktorphysikalischen Gründen eine komplette Vierergruppe gewechselt werden muss.
Insgesamt werden 52 Brennelemente aus dem Reaktor ausgeladen und durch zwölf neue sowie 40 bereits benutzte aus dem Lagerbecken ersetzt, heißt es in der Mitteilung weiter. Eigentlich hätte der Stillstand von Block B eine Woche dauern sollen. Aufgrund der "umfangreichen Arbeiten" wird er aber voraussichtlich erst in einer Woche wieder in Betrieb genommen. Eine Gefahr für das Personal, die Umgebung oder die Anlage sei mit den Problemen nicht verbunden gewesen, betont das Unternehmen.
"Keine sicherheitstechnische Bedeutung"
Vorläufig sei der Vorfall entsprechend dem deutschen Meldesystem der Kategorie N, also normal, beziehungsweise nach der internationalen Skala zur Bewertung von Vorkommnissen (INES) der Stufe 0 bewertet - was so viel heiße, wie "keine oder sehr geringe sicherheitstechnische Bedeutung", betont das Unternehmen. (zg, eff)