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27. Januar 2012 23:00 Uhr

Reitturnier

Ganz knapp vorbei am „Goldenen Sattel“

Maximilian Weishaupt fehlen am Ende in Leipzig nur 0,1 Punkte Von Wilfried Läbe

Leipzig/Jettingen Die Leipziger Messehalle stand jetzt im Mittelpunkt der Pferdewelt. Bei der 15. Auflage des Spitzensportereignisses „Partner Pferd“ verzeichnete das Turnier an den vier Veranstaltungstagen mit 61800 Besuchern einen Rekord. 191 Reiter aus 19 Nationen sorgten in den mit 540000 Euro Preisgeld ausgeschriebenen 20 Prüfungen für prickelnde Atmosphäre und allerbesten Reitsport. Und mittendrin unter den Topreitern aus Europa, Dubai, Mexiko, USA und selbst aus Afrika fühlten sich die Jettinger Brüder Philipp und Maximilian Weishaupt pudelwohl. Jeder für sich feierte eine Platzierung von hohem Wert.

Allein die Startgenehmigung bei der renommierten und von der deutschen Springreiterlegende Hans Günther Winkler unterstützten Nachwuchsprüfung „Goldener Sattel“ war für den jüngeren der beiden Jettinger, den 21-jährigen Maximilian Weishaupt, Ehre genug. Das Besondere dieser Prüfung: Jeder muss auch das Pferd der drei Konkurrenten im Stilspringen der Klasse M bestmöglich vorstellen. Maximilian Weishaupt schrammte um Millimeter an seinem größten Erfolg in seiner bislang so erstaunlichen Karriere vorbei. Der bereits im internationalen Turniersport erfahrene Jettinger erzielte im Sattel der Oldenburger Stute Bonair vom späteren Sieger, dem ebenfalls international schon erfahrenen 21-jährigen Andreas Kreuzer, und La Sienna von der Dritten, der 17-jährigen Kendra Claricia Brinkop aus Neumünster, mit 9,5 gleich zweimal die überragende höchste Wertnote des Tages. Aber ihm unterliefen mit seinem Pferd Georgia und der Warsteinerin Lena Pollmann-Schweckhorst‘s Bandit zwei „hauchdünne“ Abwürfe. So kam er im Gesamtergebnis auf 35,5 und musste dem Bereiter aus dem Stall von Paul Schockemöhle in Mühlen, Andreas Kreuzer, den Vortritt lassen. Beide, und auch die 17-jährigen Juniorinnen Kendra Claricia Brinkop aus Neumünster (33,4) und Lena Pollmann-Schweckhorst aus Warstein (32,5), wurden mit herzlichem Applaus des Leipziger Publikums belohnt. Maximilian Weishaupt, dessen Bereitertätigkeit im Stall Erdmann im niedersächsischen Wallenhorst an diesem Tag vertragsgerecht zu Ende ging und der nun auf der Suche nach einer neuen beruflichen Herausforderung ist, war überwältigt von diesem Erlebnis. „Ich stand schon unter Druck, denn beim „Goldenen Sattel“ will sich niemand blamieren. Aber dieses Gefühl über das dabei sein war vom Allerfeinsten“, jubelte der junge Jettinger. Etwas entspannter aber dennoch mehr als nur zufrieden war mit seiner Erfolgsroutine der 26-jährige Philipp Weishaupt über seinen vierten Rang mit dem achtjährigen Holsteiner Urmel im Edison-Youngster-Finale, einer internationalen Springprüfung mit Stechen und der Platzierung mit seinem Paradepferd, dem elfjährigen Hannoveraner Souvenir im Championat von Leipzig. Im Youngster-Cup blieb Weishaupt, der deutsche Meister von 2009, im Sattel von Urmel im ersten Umlauf und im Stechen fehlerfrei und hatte mit 36,50 Sekunden die viertschnellste Zeit hinter dem Sieger Marcus Ehning auf Jewel‘s Exklusive (0/34,35), Felix Haßmann auf Cayles (0/34,99) und dem Schweizer Alexander Fricker auf Albfuehren‘s Capric (36,43).

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