Dienstag, 30. August 2016

23. Dezember 2013 00:06 Uhr

Handball-Bundesliga A-Jugend

Leichtsinn ersetzt Leidenschaft

Das 25:30 gegen Konstanz ist Produkt einer falschen Einstellung. Unbegründete Siegesgewissheit leitet die Günzburger in die verkehrte Richtung

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Ein Gebot der Dankbarkeit im Moment tiefer Enttäuschung: Nach der Heimniederlage verabschiedeten sich die Günzburger Jungs von ihren Fans. Die strömten in Scharen zu den Bundesligaspielen. Durchschnittlich 550 Besucher verfolgten die Auftritte der Weinroten – das ist Liga-Spitze.
Foto: Ernst Mayer

Günzburg So euphorisch sich die A-Jugend-Handballer des VfL Günzburg durch das Sport-Jahr 2013 gespielt hatten, so ernüchternd haben sie es nun beendet. Das 25:30 (12:13) im Bundesligaspiel gegen die HSG Konstanz bedeutete die sechste Niederlage in Folge für das Team von Trainer Stephan Hofmeister. Der im Herbst erträumte Sprung auf den sechsten Tabellenplatz, der den direkten Klassenerhalt bedeuten würde, dürfte jetzt, zum Jahreswechsel, aus der Machbarkeitsstudie fallen.

In einem zähen Kampfspiel verloren „Die sieben Schwaben“ trotz ihrer zusätzlichen sechs Auswechselspieler gegen insgesamt nur acht sehr tapfere Südbadener. Dabei hatte Teammanager Siggi Walburger vor dem Spiel voller Freude die vermeintlich frohe Kunde vom Spielberichtsbogen überbracht: Die HSG Konstanz war wegen diverser Verletzungen nur mit acht Mann angereist. Das könnte einfach werden, kursierte als Hoffnung in der Kabine. Der Plan, durch bedingungslosen Kampf die Punkte an der Donau zu behalten, war unbegründeter Siegesgewissheit gewichen – und spätestens da schwante Hofmeister nichts Gutes. Zumal die körperlich starken Gäste bei der Anfahrt, vor der Begegnung und in jeder einzelnen Spielminute genau wussten, dass nur der allerletzte Einsatz gegen sehr viele weinrote Spieler und diesmal über 400 Zuschauer Erfolg versprechen könnte.

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Der gute Günzburger Plan, von Anfang an schnell zu spielen, hielt keine fünf Angriffe. Beim 3:2 führte der VfL zum letzten Mal. Ein paar Fehler, die in jedem anderen Spiel zusätzliche Kampfeslust entfacht hätten, schürten frühe Unzufriedenheit. Statt das läuferische Gesamtpotenzial auszuschöpfen, wurde nun von den vielen vorsichtiger, also langsamer gespielt. Das war gut für die wenigen auf der anderen Seite.

Das Spiel kippte komplett: Nach 20 Minuten führte die HSG 10:6. Die stolze Günzburger Jugend haderte längst mit ihrem Handball-Schicksal, anstatt es in die Wurfhand zu nehmen. Angetrieben vom besten Günzburger, Hallensprecher Tom Rueß, und dem sehr engagierten Publikum kämpften sich die Weinroten zwischenzeitlich auf einen Treffer Rückstand (11:12 und 12:13) heran.

Sollte doch alles gut werden? Nein, denn trotz aller Denksportaufgaben in der Vorbereitung spielt sich bei Weitem nicht alles im Kopf ab. Das Angriffsspiel der Günzburger passte über 60 Minuten nicht. Die Halbspieler erwischten gegen die sehr defensive Konstanzer Deckung einen rabenschwarzen Tag. Neben etlichen Fehlwürfen wurden die Abwehr-Nahtstellen nicht angegangen. Die Spieler vom Bodensee kamen ohne eine einzige Zeitstrafe aus.

Zwei listige Schlagwürfe von Lucas Barthel bleiben beim VfL in guter Erinnerung. Ansonsten bestand der Angriff nur aus zu frühen Kreisanspielen an Allzweckwaffe Daniel Jäger sowie aus Nico Jensen, der das Spiel organisieren musste und als Einziger neben Philippe Majsai die Nahwurf-Distanz suchte.

Trotz aller Schwächen blieb der VfL bis zum 22:24 irgendwie dran. Beim 23:27 aber war das Spiel vorentschieden. (zg)

VfL Günzburg: Hauf, Ziegler, Rösch; Jensen (6), Jahn (4), Schubert (1), Barthel (4), Jäger (3), Zimmermann, Groß (2/1), Majsai (2), Englet, Staiger (3)

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