Donnerstag, 22. Februar 2018

26. Januar 2009 18:55 Uhr

VfL fegt Haching aus der Halle

Günzburg (ssch) - Selbst das Günzburger Urgestein Daniel Leybold kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. Der ehemalige Bundesligaspieler, beruflich in Brasilien, nutzte einen Besuch in der Heimat, um sich das Landesliga-Spiel der Handballerinnen des VfL Günzburg gegen den TSV Unterhaching anzusehen. Und er sah eine Demontage des Bayernliga-Absteigers, der in Günzburg beim 29:13-Sieg der Gastgeberinnen keine Chance hatte.

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Dagegen sah es zu Beginn der Partie noch gar nicht nach einem so deutlichen Sieg aus. Der VfL verschlief die Anfangsphase und war den Oberbayerinnen körperlich haushoch unterlegen. Das Angriffsspiel litt zudem wieder einmal unter der mangelnden Chancenverwertung. "Außerdem hat sich die Mannschaft überhaupt nicht an unsere Vorgaben gehalten", meinte Trainer Robert Mayer. Einzig Silvia Kuffner-Mayr hielt den VfL im ersten Abschnitt der Partie im Spiel und erzielte allein sieben der neun Günzburger Treffer. 9:8 lag der VfL zur Halbzeitpause in Führung.

Was dann passierte, konnten sich auch die beiden VfL-Trainer Mayer und Harald Jekel nicht erklären. "Wir haben anscheinend die richtigen Worte gefunden", analysierte Mayer. Gestützt auf eine hervorragend organisierte Abwehr und mit einer bärenstarken Dorrit Hassel zwischen den Pfosten, wurden die Angriffsbemühungen der Gäste vorzeitig gestoppt. Jede schlecht vorbereitete Aktion wurde mit schnellen Gegentreffern bestraft. So zog der VfL schnell auf 15:8 davon. Auch eine Auszeit half den Unterhachingerinnen nicht. Günzburg spielte konsequent weiter. Mit der Folge, dass sich die Gäste früh aufgaben und auch konditionell nicht mehr mithalten konnten. Beim Spielstand von 22:9 gelang ihnen der erste Treffer in der zweiten Halbzeit.

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"Jeder hat seine Stärken ausgespielt. Unterhaching hatte uns weder im Angriff noch in der Abwehr etwas entgegenzusetzen", so Mayer. Neben Silvia Kuffner-Mayr und Torhüterin Dorrit Hassel nahm der Coach aber dennoch zwei Spielerinnen aus einem funktionierenden Kollektiv heraus: Kathrin Boesveld und Franziska Aust. Beide erhielten ein Sonderlob Mayers: "Sie haben als Vertretung von Evelyn Jorga und auf der ungewohnten Spielmacherposition voll überzeugt."

VfL-Tore: Kuffner-Mayr (10), Wieser, Frank, Boesveld, Apel, Schaaf (je 3), Märkl (2), Aust, Deutschenbauer (je 1).

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