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12. Juli 2011 00:11 Uhr

Illertissen

Berufsschülerinnen vermarkten erfolgreich eine Etikettiermaschine

Schülerinnen der Berufsschule Illertissen haben beim „Gründerpreis“ den zweiten Platz unter den bayerischen Teilnehmern erreicht. Von Otto Mittelbach

Das erfolgreiche Team der Berufsschule mit den Lehrkräften: (von links) Stellvertretender Direktor Reinhard Vetter, Studienrat Günter Rueß, Sonja Pistel, Nicole Schrubka, Jana Hilse, Simone Rüggenmann, Elisabeth Konrad und Fachlehrer Siegfried Förster. Nicht auf dem Bild: Teilnehmerin Jasmin Gugelfuß
Foto: Foto: ch

Illertissen In den Vorjahren waren von den Metallerklassen der Staatlichen Berufsschule zwei Maschinen für Verpackung und Etikettieren entwickelt worden, die in der Zwischenzeit bei der Firma Fluoron erfolgreich eingesetzt werden. Das fand allgemeine Anerkennung und wurde unter anderem mit dem Deutschen Lehrerpreis gewürdigt.

Jetzt wollten die 11. Klassen der Industriekaufleute ausloten, ob und wie sich diese Geräte vermarkten ließen. Deshalb beteiligten sich vier Teams am Wettbewerb „Deutscher Gründer-Preis“, um einen Businessplan zu erarbeiten. Das Existenzgründer-Planspiel wird alljährlich ausgetragen und ist eine Initiative von ZDF, den Sparkassen, Porsche und der Zeitschrift Stern.

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Neun verschiedene Aufgaben gelöst

Monatelang versuchten die beteiligten Schülerinnen und Schüler, insgesamt neun gestellte Aufgaben zu lösen. Dazu gehörten unter anderem die Suche kompetenter Berater, Marktforschung, Planen und Gestalten einer Marketingstrategie, Preis ermitteln, Erstellen einer Homepage und Erarbeiten eines Geschäftskonzepts. 1335 Teams aus ganz Deutschland nahmen teil. Und eines aus der Illertisser Berufsschule landete ganz vorn auf Platz 35, was gleichzeitig Platz sechs unter 96 bayerischen Teams bedeutete.

Dieser Erfolg ist deshalb hoch zu bewerten, weil die Teilnahme innerhalb der Berufsschulen kurz vor der Zwischenprüfung erfolgte und die Berufsschüler gegenüber den Gymnasiasten, die sich voll auf den Wettbewerb konzentrieren können, die schwerere Ausgangsposition hatten. Walter Bock vom Institute for Authentic Leadership, der das Spiel betreute, gratulierte bei der Abschlussveranstaltung in der Sparkasse zum zweiten Platz unter den bayerischen Berufsschulen. „Es ist selten, dass deren Teilnehmer so weit vorne landen, in den letzten zehn Jahren gab es überhaupt erst eine Berufsschule, die unter die besten fünf kam.“

Zum Siegerteam, dessen Sprecherin Simone Rüggenmann ist, gehören noch Sonja Pistel, Jana Hilse, Azubis bei Firma Peri, Jasmin Blumrich, Firma Gugelfuß, Nicole Schrubka, und Sonja Pistel, Firma Lenser. Sie wurden unterstützt von den Lehrkräften Ralph Hoyer, Günter Rueß und Siegfried Förster, von den Paten Dr. Christian Lingenfelder, Fluoron, Walter Bock, Spielleiter sowie von Brigitte Schilling und Klaus Wöhr, Sparkasse Neu–Ulm/Illertissen. Alle Genannten waren neben Schulleiter Reinhard Vetter und Ausbildern verschiedener Betriebe bei der Veranstaltung in der Sparkasse anwesend und gratulierten.

Vom bayerischen Staat werden nur die besten fünf Schulen mit Preisen bedacht. Die sechstplatzierten Illertisser Teilnehmerinnen erhielten als Anerkennung Karten für das Münsterplatz-Open-Air am Schwörsonntag in Ulm.

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