Antibiotikum gelangte in Molkekonzentrat
Oberschönegg Amtliche Routinekontrollen haben ergeben, dass von Ehrmann abgegebene Tierfuttermittel vereinzelt mit Chloramphenicol belastet waren. Das vermeldete die Ehrmann AG gestern in einer Pressemitteilung. Ursache der Verunreinigung sei menschliches Versagen bei der technischen Handhabe in der unternehmenseigenen Qualitätssicherung.
In der Produktion fällt zum Beispiel Molkekonzentrat ab, erklärt ein Sprecher der Firma. Solche Restprodukte holen Landwirte bei Ehrmann als Futtermittel ab. Und darin wurde nun Chloramphenicol, eine Form von Antibiotikum, festgestellt.
Die zuständigen staatlichen Veterinärbehörden haben vor diesem Hintergrund bis zum Abschluss der Untersuchung die Schweine in Mastbetrieben, die betroffene Tierfuttermittel von Ehrmann bezogen haben, amtlich gesperrt.
Hilfsmittel in der Qualitätssicherung
Ehrmann arbeite nun eng und kooperativ mit den zuständigen Behörden zusammen, um die Situation schnell und lückenlos aufzuklären, heißt es in der Pressemitteilung. Die Quelle der Verunreinigung sei identifiziert und abgestellt worden.
Die Molkerei nutze das rechtlich zugelassene Hilfsmittel Chloramphenicol in Reinform in der Qualitätssicherung zur Beschleunigung mikrobiologischer Untersuchungen. Dabei sei der Stoff in den falschen Kanal gelangt, beschreibt der Sprecher. Das Unternehmen wolle künftig auf diese Untersuchungsmethode verzichten.
Das Unternehmen stehe mit allen betroffenen Landwirtschaftsbetrieben in intensivem Austausch und habe sofort möglicherweise betroffene Tierfuttermittel zurückgeholt. Zudem prüft das Unternehmen eine schnelle und unbürokratische Hilfe der betroffenen Landwirte.
Das Familienunternehmen Ehrmann weist in der Mitteilung außerdem ausdrücklich darauf hin, dass kein Ehrmann-Produkt für den menschlichen Verzehr zu irgendeinem Zeitpunkt von diesem Vorfall betroffen war.
Dies stehe aufgrund der Fehleranalyse fest und sei durch umfangreiche Produktuntersuchungen von unabhängigen externen Labors verifiziert. (az)
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