Babenhausen/München-Riem Schon als Vierjährige saß sie gerne im Sattel, jetzt hat Kristin Beer den Bayerischen Meistertitel im Dressurreiten geholt. In München-Riem startete sie kürzlich in der Klasse der Junioren (bis 18 Jahre) und kam mit Stute Indira ins Finale. Nächstes Wochenende, 13. bis 15. August, misst sie sich mit den besten Nachwuchsreitern aus ganz Deutschland. Von Eva Büchele

Obwohl Kristin routinierte Turnierreiterin ist - schließlich startet sie im Sommer fast jedes Wochenende bei Wettkämpfen - war sie im Finale der Bayerischen Meisterschaft doch sehr aufgeregt. Ganz im Gegensatz zu Stute Indira, die Kristin auch liebevoll Mopsi nennt: "Sie ist bei Turnieren ganz ruhig und erschrickt eigentlich nie", erzählt die 15-Jährige. Bereitwillig mache das Pferd immer das, was Kristin mit ihren Hilfen andeutet. "Sie kämpft für mich." Kristins Großeltern haben Indira gezüchtet - die ganze Familie ist dem Pferdesport verfallen.
Früher wollte sie Springreiterin werden
So begann Kristin bereits im zarten Alter von vier Jahren mit dem Reiten. Doch dass sie einmal eine erfolgreiche Dressurreiterin wird, zeichnete sich damals nicht ab. "Früher wollte ich immer Springreiterin werden", sagt Kristin. Dressurreiten erschien ihr als Kind langweilig. Und auch heute überwindet sie noch gerne gemeinsam mit dem Pferd Hindernisse.
Doch mittlerweile findet sie Dressurreiten ganz und gar nicht mehr langweilig und trainiert fleißig für die Deutsche Meisterschaft. Schließlich ist beim Dressurreiten volle Konzentration gefragt: "Ich muss mir die Aufgabe merken und auf alle Einzelheiten achten", erklärt die junge Reiterin. Wichtig sei, dass das Pferd all ihre Hilfen punktgenau umsetzt. Bei dem Gedanken an die Deutsche Meisterschaft meint Kristin: "Ich bin jetzt schon voll hippelig."
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