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08. Februar 2012 13:02 Uhr

Vöhringen

Erinnerungen auf  Leinwand gebannt 

Farbe, Licht und Form. Rosemarie Schüttlöffel gibt erstmals Einblick in ihre Bilderwelt

„Ich bin Hobbymalerin!“ Das ist tiefgestapelt. Denn wer die Bilder von Rosemarie Schüttlöffel betrachtet, der spürt ihre unbändige Kraft, sich in Farben und Formen mitzuteilen, erahnt die Passion, mit der sie daran geht, ihre Vorstellungen umzusetzen. Keine kühle Distanz, sondern ambitionierte Spannung spricht aus ihrem bisherigen Schaffen. Und das ist sehr umfangreich, wie die stattliche Besucherschar im Oberen Foyer des Wolfgang Eychmüllerhauses bei der Vernissage feststellen konnte.

So sprach denn auch Bürgermeister Karl Janson zur Eröffnung von Farbe, Licht und Form, die aus ihren streng durchkomponierten Bildern ersichtlich werden. Sie projiziere Erinnerung auf Leinwand und das mit Charme. Georg Fenkl, im In- und Ausland geschätzter Künstler, gab – humorvoll wie immer – Einblick in ihren Werdegang. Begonnen hat sie mit der Aquarellmalerei, aber diese Phase beendete als sie die „andersartigen, aber weitaus intensiveren farblichen Möglichkeiten der Acrylfarben entdeckte.“ Dass Rosemarie Schüttlöffel gern malt, „das kann man auch sehen“, sagte Fenkl und zwar an der technischen wie auch thematischen Vielfalt. Er bescheinigt der Malerin „eine gute Entwicklung.“

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Die 84 Exponate sind wie eine Reise durch die Welt. Kaum hat der Besucher die Treppe ins Obere Foyer des Kulturzentrums erklommen, hängt der Blick schon an Bildern wie die „Olga’s“, Australiens monumentales Naturdenkmal. Die Landschaft scheint im Moment die Leidenschaft von Rosemarie Schüttlöffel zu sein. Aber nicht nur. Sie wagt sich auch in abstrakte Welten, stets kraftvoll und mit dem Mut zur Farbe. Der Schwung der Bewegung beim „Pferd in Rot“ ist deutlich sichtbar. Aber es gibt auch Stillleben, die zu überzeugen wissen. Und manchmal erkennt man an kleinen surrealen Nuancen auch den Meister Fenkl.

Die Vernissage erhielt ihren stilvollen musikalischen Rahmen durch Stephanie Gröger, Sopran, die mit kraftvoller Stimme den Raum füllte, einfühlsam begleitet von Helmut Schüttlöffel. Die Ausstellung ist bis einschließlich Sonntag, 19. Februar, zu sehen. Öffnungszeiten: Jeweils Mittwoch, Freitag und Samstag von 15 bis 18 Uhr sowie Sonntag von 14 bis 18 Uhr und wie immer bei Veranstaltungen.

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