Mittwoch, 22. Mai 2013

02. Februar 2011 01:00 Uhr

Tierschutz

Finanzspritze zur Kastration

Verein will auf humane Weise Katzennachwuchs verhindern Von Fritz Settele

Kleine Katzenbabys sind so süß. Doch leider vermehren sich Katzen sehr schnell und werden auf dem Land teilweise sogar zur Plage. Der Tierschutzverein Babenhausen rät zur Kastration.
Foto: arc

Streunende Katzen mit verklebten Augen, filzigem Fell oder Wunden – solche Bilder will der Tierschutzverein Babenhausen verhindern. Deshalb ist es für den Verein auch heuer eines der Hauptziele, unnötigen Katzennachwuchs auf „humane Weise zu verhindern, nämlich durch Kastration“. Das gab Vorsitzende Evelyn Rahmig kürzlich bekannt.

Nachdem der Babenhauser Tierschutzverein im Jahre 2010 über 2300 Euro an Tierarztkosten hatte, wobei fast 1800 Euro an Kastrationsbeihilfen bezahlt wurden, wird der Verein auch 2011 hier engagiert tätig sein. „Dank unserer treuen Spender kann der Verein dieses wichtige Projekt fortführen, um unnötige Vermehrungen und kranken, geschwächten Katzenkindern ein Leben in Elend und mit Krankheiten zu ersparen“, erläutert Rahmig.

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Der Großteil der Kastrationen, so Rahmig weiter, bezog sich auf Katzen, die in Scheunen hausten, zwar keinen Mangel an Futter hatten, aber sich unkontrolliert fortpflanzten. Es sei für den Tierschutzverein fast unmöglich, Katzen, die älter und nicht zutraulich sind, zu vermitteln. Selbst die Kleinen können „einen beim Fangversuch ganz schön zurichten“, weiß Rahmig aus Erfahrung: „Diese Tiere sind ein Leben draußen von klein an gewöhnt und werden nicht so einfach zum Schmusetiger.“

Kinder finden die Kätzchen süß, aber es mangelt an Abnehmern

Viel Überredungskunst war laut Tierschutzverein auch bei manchem Tierhalter nötig, weil der „Nachwuchs ja immer so süß und knuddelig“ ist. Vor allem die Kinder finden die kleinen Kätzchen äußerst niedlich. Findet sich aber kein Abnehmer, wenn die Tiere ausgewachsen sind, tritt der Tierschutzverein auf den Plan: „Dann rufen uns die verzweifelten Katzenbesitzer an“, erzählt Rahmig.

Aber auch der Verein könne nur vermitteln, wenn Katzen gesucht werden und gerade in den Wurfzeiten – wie Frühjahr und Herbst – sei es sehr schwer, einen guten Platz zu finden. Daher sei die Kastration die einzige Lösung für diese Problematik. „Egal ob Kätzin oder Kater, eine Kastration sollte für jeden Katzenfreund selbstverständlich sein“, findet Rahmig.

Nähere Informationen – insbesondere wenn es um finanzielle Unterstützung für die Kastration von Wildkatzen geht – gibt es beim Tierschutzverein Babenhausen, Telefon (08333) 924930. Für Katzen, die nicht zutraulich sind, kann der Tierschutzverein eine Lebendfalle zur Verfügung stellen.

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