Tafertshofen Trotz 100. Geburtstag ist der Schützenverein Tagobert Tafertshofen jung und dynamisch geblieben. Schließlich nimmt die Jugendarbeit von jeher einen großen Stellenwert ein. Das Jubiläum wird mit der Ausrichtung des 38. Gauschießens im Schützengau Babenhausen sowie einem Festwochenende gefeiert, dessen Höhepunkt ein Festumzug samt Proklamation der neuen Gauschützenkönige bildet. Das Festwochenende beginnt bereits am heutigen Freitag.
Aus der Taufe gehoben wurde der Schützenverein Tagobert Tafertshofen im Jahr 1910 von elf Mitgliedern: Andreas Gschwind, Vitus Baumeister, Josef Waldmann, Josef Krausenböck, Paul Faulhaber, Valentin Faulhaber, Josef Konrad, Georg Konrad, Matthäus Uhl, Ferdinand Kienle und Käsermeister Glück. Der Name des Schützenvereins wurde nach dem Begründer des Dorfes Tafertshofen "Tagobert" gewählt.
Nachdem das Vereinsleben während des Ersten Weltkriegs geruht hatte, nahmen die Tagobert-Schützen im Jahr 1919 ihr Hobby wieder auf. Unter Vorsitzendem Andreas Gschwind weihte man 1926 die Vereinsfahne. Aufzeichnungen dokumentieren, dass bereits in den 30ern und 40ern regelmäßig Schießabende stattfanden, ehe der Schießbetrieb 1943 mit einem Abschluss-Schießen bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs eingestellt wurde.
1980 gab es ein neues Heim
Unter Leitung von Franz Kößler lebte das Vereinsleben 1949 wieder auf. Zum 75-jährigen Bestehen im Jahr 1985 wurde in Tafertshofen wieder ein Gauschießen organisiert. Im selben Jahr fanden die letzten Schießabende im Gasthaus "Grüner Baum" statt. Das Königsschießen 1986 mit einer Rekordbeteiligung von 70 Schützen konnte bereits im 1989 eingeweihten neuen Schützenheim ausgerichtet werden. Die Einweihung des Anbaus fand am 1. Juni 2008 statt.
Unter Vorsitzendem Christian Faulhaber hat sich der derzeit 131 Mitglieder starke Schützenverein für sein 100-jähriges Jubiläum vorbereitet. Die Vereinsfahne wurde restauriert. Außerdem haben sich die Schützen mit einer neuen Tracht ausgestattet. (clb)
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