Samstag, 16. Dezember 2017

25. Mai 2011 00:08 Uhr

Musik

Große Kunst im Schloss

Liederabend mit großer Bandbreite an Sanges- und Instrumentalkultur

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Boten bei einem Konzertabend eine beachtliche Bandbreite an Sanges- und Instrumentalkultur: Gabriele und Volker Dubowy.
Foto: zg

Illertissen Einen ausdrucksstarken Liederabend gestaltete der Tenor Volker Dubowy zusammen mit seiner Frau Gabriele Dubowy. In vier Abschnitten zwischen deutschem Kunstlied, Oper und Operette und italienisch/spanischen Klassikern wie „Granada“, „Core N´Grato“ und „Torna a Sorriento“ boten die beiden Künstler zusammen mit dem Schweizer Schauspieler Fred Strittmatter die gesamte Bandbreite eines hochklassigen Konzertabends.

Volker Dubowy eröffnete den Abend mit Richard Taubers Welthit „Du bist die Welt für mich“. Es folgten die Werke „Zueignung“ und „Heimliche Aufforderung“ aus der Feder von Richard Strauss. Dann die Blumenarie aus der Oper Carmen von George Bizet.

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Waren zu Beginn noch leichte stimmliche Unsicherheiten zu hören, reichte bald der echte tenorale Schmelz von Volker Dubowy mühelos über die Oktaven auch in die Lagen, für die man in der Großstadt viel Geld bezahlen muss.

Dann folgte mit „Waldesgespräch“ und „Frühlingsnacht“ ein Auszug aus dem Liederkreis Opus 39 von Robert Schumann. Dubowy singt die Lieder mit Schlichtheit und verzichtet auf jede theatralische Übertreibung. Er verlässt sich auf die Aussagekraft der Musik.

Einen Höhepunkt des Abends stellte dann vor der Pause die „Gralserzählung“ aus der Oper Lohengrin von Richard Wagner dar. Dann im zweiten Teil bei den bekannten Stücken der sogenannten leichteren Muse wie Lehars „Dein ist mein ganzes Herz“, „Dunkelrote Rosen“ von Carl Millöcker oder „Zwei Märchenaugen“ aus der Operette „Die Zirkusprinzessin“ von Emmerich Kalman nicht enden wollender begeisterter Zwischenapplaus, auch für die Begleitung von Gabriele Dubowy.

Spieltechnisch versierte Tonketten auf dem sicherlich für den Saal etwas zu lauten und damit schwierig zu spielenden Grotrian-Steinweg-Flügel abwechselnd mit bis ins feinste Pianissimo abgestimmten Akkorden zu interpretieren, kann schon als pianistische Meisterleistung eingestuft werden.

Den glanzvollen Schlusspunkt setzte dann die Arie „Nessun Dorma“ aus der Oper Turandot von Giacomo Puccini.

Ein großartiger Konzertabend mit Künstlern, von denen wohl noch einiges zu hören sein wird. (az)

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