Bischof-Ulrich-Schule Illertissen: Etliche Kinder sind verhaltensauffällig Von Ronald Hinzpeter
Von Ronald Hinzpeter
Illertissen Rein gefühlsmäßig sollte die Welt in der Grundschule noch so weit in Ordnung sein, dass dort ein Sozialarbeiter überflüssig wäre. Doch das stimmt schon lange nicht mehr. Rüdiger Stahl, Rektor der Bischof-Ulrich-Schule muss offenbar mit einigen Problemen kämpfen, die gesellschaftliche Entwicklungen mit sich bringen. An seiner Schule haben 30 bis 40 Prozent der 380 Buben und Mädchen einen Migrationshintergrund. Allerdings ist das nicht allein das Problem, wie er jetzt im Ausschuss für Kultur, Bildung und Soziales klar machte: „Es sind auch ganz viele Deutsche. Trennungen und Prügel, das wird eins zu eines in die Schule übertragen.“ Deshalb ist er sehr froh, dass „endlich jemand an die Grundschulen gedacht hat“ und er nun einen Schulsozialarbeiter bewilligt bekommen hat, auch wenn es sich nur um eine halbe Stelle handelt.
Ihm kam dabei ein wenig der Zufall zu Hilfe. Das Landratsamt hatte Ende vergangenen Jahres bei der Stadt angefragt, ob sie Bedarf für Förderung im Bereich der Sozialarbeit habe. Das von Bund und Ländern beschlossene Bildungspaket für die Jahre 2012 und 2013 stellte dafür die Mittel bereit. Nachdem die Realschule abgewunken hatte, meldete sich die Grundschule. Dort gibt nach den Worten Stahls nicht nur viele Kinder mit unterschiedlichen kulturellen Wurzeln, sondern nicht wenige Buben und Mädchen mit Verhaltensauffälligkeiten. Zum Teil stammen sie aus „bildungs- und erziehungsfernen Elternhäusern“.
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