Donnerstag, 18. Januar 2018

03. Januar 2018 07:00 Uhr

Vöhringen

Hoffnungsvolle Blicke in die Zukunft

Beim Neujahrsempfang gab es mehrere Gründe für Optimismus. Man hat einiges vor. Von Ursula Katharina Balken

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Glitzernde Fähnchen zum Jahreswechsel: Von links Bürgermeister Karl Janson, Pfarrer Martin Straub, Stellvertretender Landrat Roland Bürzle und der evangelische Pfarrer Jochen Teuffel.
Foto: Ursula Katharina Balken

Die Stadt und die katholische Pfarrgemeinden St. Michael Vöhringen, St. Martin Illerberg und St. Ulrich Illerzell hatten geladen – und zahlreiche Menschen sind zum Neujahrsempfang ins Josef-Cardijn-Haus gekommen. Dieses Treffen zum Jahresbeginn hat seit vielen Jahren Tradition, „weil es die freundschaftliche Verbundenheit zwischen den Gemeinden zeigt“, wie Pfarrer Martin Straub sagte.

In einer nahezu philosophischen Ansprache nannte Straub die Begriffe „wahr, schön und gut“ – für ihn eine Trilogie, die in eine gute Zukunft führen könnte. Die Geschichte des Abendlandes sei wahr, Schönheit werde subjektiv wahrgenommen und das Gute seien Handlungen, die sich nicht auf das Jetzt beziehen, sondern auf das, was sein soll. Christen seien überzeugt vom Wahren, Schönen und Guten. Schönheit verweist auf tief Liegendes im Menschen, dazu gehöre auch das Ja zur Schöpfung. „Wer über Schönes staunt, steht schon im Gebet“, sagte Straub, „und über das Wahre und Gute nachzudenken, wäre ein guter Anfang“.

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Bürgermeister Karl Janson blickte hoffnungsvoll in die Zukunft, wenngleich sich wohl nicht alle Wünsche erfüllen lassen. Die Haushaltslage lasse keine großen Sprünge zu, schon im vergangenen Jahr habe der Etat nur mit einer Kreditaufnahme ausgeglichen werden können. Aber eine ausreichende finanzielle Ausstattung der Kommunen durch Bund und Länder sei eine unabdingbare Voraussetzung, damit die Stadt wie auch andere Kommunen ihre Aufgaben bewältigen können. Wenn Vöhringen auch nicht zu den finanziell schwächsten Städten zähle, so müssten doch aufgrund der Finanzlage wichtige Vorhaben und Investitionen auf nachfolgende Haushaltsjahre verschoben werden. „Doch bei globaler Betrachtung leben wir noch in fast paradiesischen Verhältnissen.“

Bildung werde auch in den kommenden Jahren eine führende Rolle bei der Stadt spielen. „Eine kommunale Bildungslandschaft zu schaffen ist das Ziel“, sagte Janson. Der Schwerpunkt liege deshalb auch nach wie vor auf der Kinderbetreuung. Im Augenblick geht es darum aufgrund des sich abzeichnenden Bedarfs weitere Investitionen in den Kindertagesstätten vorzunehmen. Es sollen zusätzliche Plätze für Kinder unter und über drei Jahren geschaffen werden.

Auch will die Stadt sich auf die Schaffung von Wohnraum konzentrieren. Das sei allerdings auch ein Spagat – zwischen der steigenden Nachfrage einerseits und andererseits, wie mit den Flächen sparsam umzugehen ist. „Grund und Boden stehen nicht unbegrenzt zur Verfügung.“ Erfreulich für Vöhringen – die Stadt wächst. Aktuell ist mit den Zweitwohnungen die 14000-Einwohner-Marke geknackt. Mit den Hauptwohnsitzen beträgt die Bevölkerungszahl 13 670. Mehr Einwohner bringen auch Herausforderungen mit sich, etwa was den Ausbau der Infrastruktur angeht, erklärte Janson.

Vöhringen sei eine weltoffene und soziale Stadt, dabei kinder- und familienfreundlich und auch ein starker Wirtschaftsstandort, dessen Stärkung eine weitere Aufgabe für die Zukunft sei. Janson nannte Vöhringen eine „lebendige und liebenswerte Stadt“. Das alles verleihe Energie für die Zukunft.

Nachdrücklich wandte sich Janson gegen das Fordern und das Streben nach mehr Geld, materiellen Wohlstand und immer mehr persönlichem Freiraum. Die Gesellschaft sehe sich mit zunehmendem Egoismus bis hin zu hemmungsloser Gewalt, Aggression, Hass und Wut konfrontiert. Politische Themen polarisierten die Menschen, auch im kommunalen Bereich. Unruhestifter wollten provozieren – verbale und körperliche Angriffe gehörten mittlerweile selbst für Journalisten zum Berufsalltag, hieß es.

Seinen Dank richtete Janson an alle, die sich ehrenamtlich engagieren, weil das ein Mehr an Lebensqualität bedeutet. Ob in den Bereich Sport, Kultur, Soziales, im Natur- und Umweltschutz, in der Caritas und Diakonie in Kirchen und Hilfsorganisationen, bei den Feuerwehr, dem Roten Kreuz und in der Nachbarschaftshilfe – sie alle setzen sich für die Gemeinschaft ein.

Pfarrer Jochen Teuffel, Vertreter der evangelischen Gemeinde, sprach über Zahlen und dass man sich von diesen nicht treiben lassen sollte. „In Zahlen allein kann man sich auf Dauer verlieren.“ Wenn jemand im Hirn nur Zahlen habe, käme das einer Wüste gleich. Teuffels Appell: „Anteilnahme zeigen, die Begegnung suchen.“ Die Vereine der Stadt leisteten auf diesem Gebiet sehr viel, seien unentbehrlich. Er wünschte den Menschen „Glück in Fülle“ und endete mit einem Segensspruch.

Der Empfang wurde musikalisch gestaltet von Vroni Wagner-Schmid und Tochter Christina Schmid, Harfe, sowie Christoph Erb, Euphonium, begleitet von Magnus Schneider am Flügel.

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