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14. September 2009 04:55 Uhr

Hund und Mensch tanzen über die grüne Wiese

Illertissen Bei einem gut besuchten, von vielen Höhepunkten angereicherten Tag der offenen Tür präsentierte sich der Schäferhundeverein Illertissen einer breiten Öffentlichkeit. Herausragendes Programmteil waren dabei die Vorführungen im Dog-Dance. Von Armin Schmid

Hund und Mensch tanzen über die grüne Wiese
Foto: ALFA

"Hierbei handelt es sich um einen sehr jungen, in Deutschland noch weitgehend unbekannten Hundesport", berichtete die Hundetrainerin Julia Beer aus Krumbach. Dog-Dance ist für jeden Hund und vor allem auch für kranke Vierbeiner geeignet. Da es keine vorgeschriebenen Figuren gibt, sei der Hundetanz auch für Hunde mit Rückenproblemen oder Bandscheibenvorfall möglich.

Praktisch ist, dass kein bestimmter Platz benötigt wird. "Zur Not kann das Training auch im Wohnzimmer stattfinden", fügte Julia Beer an. Nachdem ein Hund den Grundgehorsam (Sitz-Platz-Fuß) beherrscht, kann es schon losgehen. Zunächst lernt der Vierbeiner einige Tricks (Drehungen, Rückwärtsgehen, Verbeugung), dann kommt die Musik dazu und schließlich die Choreografie.

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Wie das Ganze in Perfektion aussieht, zeigte Julia Beer zusammen mit dem zweijährigen Labrador-Mischling "Legolas". Zum Titel "Singing in the Rain" tanzten die Hundetrainerin und der sichtlich begeisterte Vierbeiner über das gepflegte Grün der Vereinsanlage.

"Wir sind kein klassischer Schäferhundeverein für den Hochleistungssport", erläuterte der Vereinsvorsitzende Manfred Drescher im Hinblick auf die breite Ausrichtung des seit 46 Jahren bestehenden Vereins, der mittlerweile sehr viele Hundesportbereiche anbieten kann.

Im Bereich Breitensport steht hier zunächst die Erziehung und Sozialisierung eines Hundes im Fokus der Bemühungen. Darüber hinaus nehme der Hund, seit Jahrtausenden der längste Weggefährte des Menschen, immer neue Aufgaben wahr. Drescher stellte dabei Therapiehunde, die älteren Menschen bei Krankheiten wie Demenz enorm weiterhelfen können, in den Vordergrund. Das Angebot im professionellen Hundesport geht hoch bis zu Landesmeisterwettbewerben.

Erste Hilfe am Hund

Über die Notfallversorgung am Hund klärte der Tierarzt Dr. Manfred Lehner auf. Bei Überhitzung oder Hitzeschlag sei es wichtig, das Tier mit Wasser abzuspritzen, zu kühlen und in den Schatten zu bringen. "Es müssen nicht immer böse Mitmenschen sein", erläuterte der Tiermediziner und stellte Giftpflanzen, Gartendünger oder Schneckenkorn als mögliche Ursachen von Vergiftungen bei Hunden heraus. Bei Verbrennungen sei das Kühlen als Notfallversorgung erste Wahl. "Notfalls tut es auch eine Packung Pommes aus dem Gefrierschrank", fügte Lehner an. Am Unfallort selbst gelte es darüber hinaus, ruhig zu bleiben und das Tier zu beruhigen. Für die Urlaubsfahrt empfahl der Tierarzt die Mitnahme eines Notfallkoffers, um im Ernstfall die Erstversorgung des Vierbeiners gewährleisten zu können.

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