Es klingt fast so, als habe sich eine böse Ahnung verwirklicht: Am Dienstagabend noch hatte Drogenberater Holger Rühl dem Ausschuss für Kultur, Bildung und Soziales erklärt, dass Illertissen einen schlechten Ruf als Rauschgiftzentrum habe – und am heutigen Donnerstag wird in einer Wohnung ein mutmaßlicher Drogentoter entdeckt.
Nach Darstellung der Polizei hatte ein Nachbar mittags die Leiche gefunden. Es handelt sich um einen knapp 28 Jahre alten Mann. Wie Kripo-Sprecher Ulrich Feistle gegenüber unserer Zeitung sagte, sprechen „die Umstände“ dafür, dass er an einer Überdosis Rauschgift gestorben ist. Näheres werde die Obduktion ergeben, die von der Staatsanwaltschaft voraussichtlich am Freitag angeordnet wird. Ein Gewaltdelikt sei auszuschließen. Das bedeutet, der Mann ist durch eigene Hand gestorben.
Er ist seit längerem wieder das erste Opfer der Illertisser Szene. Die Stadt galt stets als Rauschgiftzentrum im Illertal, das bestätigt auch Feistle: „Hier war schon immer ein Brennpunkt.“ Woran das liegt, kann er aber ebenso wenig erklären wie Drob Inn-Berater Rühl. Die Stadt habe in dieser Hinsicht schon immer einen schlechten Ruf gehabt, sagt der Sozialpädagoge. Hier gebe es einen gewisse Stamm an Konsumenten.
Mehr dazu lesen Sie in der Illertisser Zeitung.