Anfragen Gernot Baur setzt auf Umgehung. Hans Gerneth fordert Antworten
Babenhausen Dass sein 14-seitiger Fragenkatalog in der Bürgerversammlung nur teilweise beantwortet wurde, stieß bei dem ehemaligen Marktbaumeister Hans Gerneth auf wenig Verständnis. „Ich habe mir viel Arbeit damit gemacht“, meldete er sich zu Wort. Bürgermeister Otto Göppel entgegnete, zu Spekulationen und persönlichen Angriffen auf frühere Mandatsträger, wie sie in Gerneths Schreiben enthalten seien, beziehe er keine Stellung.
Trotzdem sprach Gerneth einige seiner Fragen an, etwa, warum auf dem Molke-Areal kein Supermarkt entstehen könne. Göppel erklärte, er habe mit dem von Gerneth vorgeschlagenen Investor gesprochen. Doch der habe kein Interesse, dort zu bauen.
Zudem sprach Gerneth die Sorgen der Einzelhändler zur Ortskernentwicklung an. Göppel entgegnete: „Was haben Sie für Vorschläge?“ – und erntete prompt Applaus von den Zuhörern. Der Bürgermeister informierte außerdem darüber, dass auf dem Bali-Gelände Baurecht geschaffen wurde. Die Gerüchte, dass der Investor, der dort einen Supermarkt bauen will, abgesprungen sei, dementierte er.
Baur: „Es wurden in der Vergangenheit Fehler gemacht“
Zum Thema Ortskernentwicklung meldete sich auch der ehemalige Marktrat Gernot Baur zu Wort: „An einer Bundesstraße kann sich kein Erlebniseinkauf entwickeln.“ Er forderte Göppel auf, sich für die Umgehungsstraße einzusetzen.
„Die bekommen wir nur, wenn wir die Spangen bauen“, antwortete der. Baur fragte, warum die Spange zur Staatsstraße nicht vom Staat finanziert werde. Er forderte Göppel auf, Druck bei den Verantwortlichen zu machen und pflichtete Gerneth in einem Punkt bei: „In Babenhausen hat man in der Vergangenheit Fehler gemacht.“ Dem stimmte auch Göppel zu, wies aber darauf hin, dass er erst seit vier Jahren in der Verantwortung stehe.
Später meldete sich Gerneth erneut zu Wort und äußerte die Sorge, viele Firmen würden Babenhausen den Rücken kehren. Etwa baut die Firma Amo-Tec in Winterrieden; die Firma Kölsch ist nach Heimertingen gezogen, zählte der ehemalige Marktbaumeister auf. Daraufhin bat ein Bürger Gerneth, doch nun nach vorn zu blicken.
Doch Gerneth war noch nicht am Ende und wollte vom Bürgermeister wissen, ob er eine Strategie habe, um die medizinische Versorgung im Ort zu verbessern. Göppel antwortete: „Wir versuchen, die Ärzte in Babenhausen zu halten.“ Natürlich stehe er im Kontakt mit den Medizinern. Dies sei aber auch ein gesundheitspolitisches Problem. (evb)
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