Donnerstag, 25. August 2016

28. September 2013 06:00 Uhr

Gesundheitsgespräche

Langsamer Puls verleiht langes Leben

Dritte Auflage glänzt mit knapper, verständlicher Information

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Die Experten im Gespräch über Herzinsuffizienz: Prof. Dr. Heribert Schunkert, Oliver Kirst und Alexander Berg mit Moderatorin Prof. Dr. Uta Feser.
Foto: Stephanie Utz

Illertissen Wer länger leben will muss Sport treiben und sich gesund ernähren – keine wirklich neue Nachricht, doch Prof. Dr. Heribert Schunkert, Klinikdirektor des Bereichs Erwachsenenkardiologie am Deutschen Herzzentrum in München, zeigte genau auf, warum das so ist.

Das Thema der dritten Auflage der Illertisser Gesundheitsgespräche lautete „Hand aufs Herz – Langsam lebt länger?“, welches Hauptredner Schunkert in seiner Präsentation genau auf den Punkt brachte. In einem anschaulichen Vortrag mit vielen praxisnahen Beispielen verdeutlichte er Untersuchungen und Forschungsergebnisse. Die Hauptaussage war deutlich: Wer einen langsameren Puls hat, lebt länger. Dies zeigte er in einem eindrucksvollen Schaubild: Egal ob Mensch oder Maus, das Herz jedes Säugers schlägt ungefähr 2,5 Milliarden mal. Da es bei Mäusen sehr viel schneller pumpt, als beim Menschen, haben diese auch eine sehr viel geringere Lebenserwartung. Es empfiehlt sich also, seinen Puls zu senken und dies funktioniert immer noch am besten über Bewegung. „Je höher die Fitness, desto niedriger der Ruhepuls und desto geringer ist das Sterblichkeitsrisiko“, erklärte Schunkert.

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Anschließend ging er auf Erkrankungen, wie Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz) ein und stellte die Risikofaktoren dar, wie Übergewicht, Rauchen oder Diabetes. Beim Vergleich der Fallzahlen von Herzmuskelschwäche der Bundesländer gab es deutliche Unterschiede. Bayern lag beispielsweise klar über Baden Württemberg. „Vielleicht liegt’s an den Maultaschen“, mutmaßte Schunkert und hatte damit die Lacher auf seiner Seite.

Männer suchen eher stressige Situationen als Frauen

Nach einer kurzen Pause ging es in die Diskussionsrunde. Mit dabei waren außer Schunkert noch Alexander Berg, Geschäftsführer des Deutschen Zentrums für Herzinsuffizienz Würzburg und Dauergast Oliver Kirst, Geschäftsführer vom Pharma-Unternehmen Servier Deutschland. Die Moderation übernahm wie auch schon beim letzten Mal Uta Feser, Präsidentin der Hochschule Neu-Ulm. Gibt es Unterschiede zwischen Mann und Frau oder bestimmten Berufsbildern, wollte sie eingangs wissen. „Männer suchen im Allgemeinen eher stressige Situationen als Frauen und steigern damit ihre Herzfrequenz“, antwortete Schunkert, wollte sich aber nicht auf eine eindeutige Aussage zu verschiedenen Berufen festnageln lassen.

Uta Feser erwies sich auch im weiteren Verlauf als sehr gute Moderatorin, die treffende und vor allem für die Bürger interessante Fragen stellte. „Was mache ich, wenn ich das Rezept, um mein Herz zu entschleunigen, nicht selbst finde, an wen wende ich mich?“, wandte sich Feser an Schunkert. „Wichtig ist erst mal das Bewusstsein dafür, dass es nicht rund läuft“, sagte dieser. Wichtig sei es, eine Sportart zu finden, die einem Spaß macht. Sich zweimal die Woche zu quälen, bringe gar nichts. Familien- und Freundeskreis seien hier die richtigen Ansprechpartner. Schließlich sei die Überwindung, alleine Sport zu treiben, viel größer als zu zweit. Als Anlaufstelle nannte Alexander Berg die Telefonsprechstunde, die das Zentrum für Herzinsuffizienz monatlich anbiete.

Bei der anschließenden Fragerunde zeigten sich die Zuhörer sehr interessiert. Neben etwa einem halben Dutzend Fachärzten aus der Region waren vor allem normale Bürger zu der Veranstaltung gekommen, die Fragen aus der eigenen Krankheitsgeschichte stellten. Schließlich trieb es Zuhörer wie Experten aber ans Buffet, wo es beim Genuss von Antipasti und Snacks noch Gelegenheit zum Einzelgespräch gab. Viele Bürger zeigten sich sehr positiv gestimmt angesichts der Veranstaltung. „Die Kernpunkte waren sehr verständlich erklärt und einige Fakten waren wirklich verblüffend“, resümierte eine Illertisserin. Ihre Freundin stimmte zu: „Wir sind auch nächstes Mal wieder mit dabei.“

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Ein Artikel von
Stephanie Utz

Donauwörther Zeitung
Ressort: Lokalsport

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