Altenstadt-Filzingen (sar) - Mit einem imposanten Neubau ist es der zur MAPAL-Gruppe gehörenden Firma Miller Präzisionswerkzeuge in Filzingen gelungen, die Produktionsfläche am bestehenden Standort zu verdoppeln und ein modernes Logistikzentrum zu erstellen. "Mit der Fertigstellung dieses Bauprojektes haben wir eine der größten und modernsten Fabriken zur Herstellung von Bohrwerkzeugen in ganz Europa geschaffen", betonte der Geschäftsführer Robert Wörner während der Eröffnungsfeier. In den architektonisch ansprechenden Erweiterungsbau wurden insgesamt sieben Millionen Euro investiert. Für die maschinelle Ausstattung rechnet Robert Wörner nochmals mit Investitionen in Höhe von rund drei Millionen Euro. "Bei der Entwicklung von Hochleistungsbohrern bis hin zur Nutzung neuer Werkstoffe, Beschichtungen und Technologien spielen wir sicher in der Spitzengruppe der Branche", fügte der Geschäftsführer an.



Der Geschäftsführende Gesellschafter von MAPAL, Dr. Dieter Kress, erläuterte, dass Baumaßnahmen der Firmengruppe in Aalen, Pforzheim und Altenstadt insgesamt 25 Mio. Euro Investitionsvolumen umfasst haben. "Das Zentrum für die Bohrerherstellung bei MAPAL ist und bleibt Altenstadt", mit diesen Worten hob der Gesellschafter hervor, dass er sich eindeutig zum Produktionsstandort Deutschland bekennt. "Entscheidend sind die Mitarbeiter, ausgebildet im dualen Ausbildungssystem, die Hochschullandschaft und leistungsfähige Zulieferer, die sich in enger räumlicher Nähe befinden und kurzfristig zur Verfügung stehen, wenn Probleme auftauchen", betonte Dr. Dieter Kress, der diese Argumente auch als Hauptgrund für die Investitionen in Altenstadt nannte. Laut Kress sind auch bisher eherne Konstruktionsgesetze im Zeichen des Fortschritts ins Wanken geraten. Der Gesellschafter, der an die zukunftsweisenden Möglichkeiten der Vollhartmetallbohrer glaubt, nahm Bezug auf einen neu entwickelten Bohrer, bei dem die Schneiden nicht mehr diametral angeordnet sind, sich die Schnittgeschwindigkeit aber verdoppeln lasse.
Der Gastredner, German Wankmiller, verdeutlichte das Ausmaß der Expansion der MAPAL-Gruppe durch Ausbau der Produktionskapazitäten und erfolgreiche Akquisition von Firmen. Demnach sind in der MAPAL-Firmengruppe derzeit rund 3300 Mitarbeiter in 21 Ländern und 28 Produktionsstandorten beschäftigt. "Mit diesem Produktprogramm ist es MAPAL möglich, die komplette Bandbreite der Zerspanungsaufgaben von Drehen, Fräsen über Bohren und Reiben in Aluminium, Stahl und Grauguss abzudecken" berichtete der Vorsitzende der Geschäftsführung der GROB-WERKE. Namhafte Kunden im Automobilbereich seien unter anderem Ford, Chrysler, Honda, Nissan, Hyundai und alle bekannten europäischen Automobilhersteller.
Auch Lehrwerkstatt entstanden
Landrat Erich Josef Geßner zeigte sich erfreut, dass auch eine Lehrwerkstatt entstanden ist und dass zusätzlich neue Auszubildende eingestellt wurden. "Dieser Neubau war eine mutige Entscheidung und wird sich trotz sich eintrübender konjunktureller Aussichten als strategisch richtige Entscheidung für die Zukunft herausstellen", meinte der Landrat. "Heute ist ein großer Tag für unser Altenstadt", betonte Bürgermeister Gustav Schlögel im Hinblick auf den Neubau und die Investitionen in Höhe von rund zehn Mio. Euro. Die neue Produktionshalle bewahre die Handlungsfreiheit und schaffe die Voraussetzung für die Bewältigung auch schwieriger Aufgaben.
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