Dienstag, 12. Dezember 2017

17. Juli 2016 20:00 Uhr

Vöhringen

Mit Bauzwang gegen Spekulationen?

SPD kritisiert städtische Grundstückspolitik während ihrer Jahresversammlung. Von Ursula Katharina Balken

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Volker Barth (rechts) und Wilfried Maier sind die alte und neue Führungsspitze des SPD-Ortsvereins. Das Vertrauensvotum für beide fiel einstimmig aus.
Foto: Ursula Katharina Balken

Die Kritik war vorsichtig formuliert, aber dennoch deutlich. Die Vöhringer SPD befürwortet die Grundstückspolitik der Stadt nicht. Vorsitzender Volker Barth sagte bei der Jahresversammlung im Café Milos, dass Grundstücksfragen grundsätzlich Chefsache sein sollten. Wilfried Maier ergänzte, notfalls müsse wieder der Zwang zum Bauen eingeführt werden. Den habe es in Vöhringen schon einmal zu Zeiten von Bürgermeister Otto Stocker (1964-1976) gegeben: Wer nicht in einer bestimmten Zeit seinen von der Stadt erworbenen Grund bebaut hatte, musste ihn an die Stadt zurück verkaufen. Auch ein Mittel, um Grundstücksspekulationen zu verhindern, erinnerte Maier.

Barth, der einstimmig wieder in seinem Amt als Vorsitzender bestätigt wurde, und als „Vize“ Wilfried Maier an seiner Seite hat, fand jedoch, dass sich Vöhringen ganz allgemein durchaus positiv entwickelt hat. Er listete auf: der Kirchplatz sei umgestaltet worden, wenngleich die neue verschiedene Tempolimitierung nicht glücklich sei. Aber sie sei vom Landratsamt angeordnet worden. Jetzt entstehe ein Schilderwald und die abknickende Vorfahrt von der Winterstraße in die Herbststraße werde wieder geändert. Angedacht sei auch die Neue Rathausmitte, die städtebaulich Akzente setzen werde. Ganz leicht werde die Realisierung wohl nicht werden, denn das Grundstück für das geplante Parkhaus sei Eigentum der Firma Wieland. Barth ist skeptisch, ob das Projekt Rathausmitte in den nächsten Jahren verwirklicht werden kann.

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Den neuen Pausenhof nordwestlich der Uli-Wieland-Mittelschule lässt sich die Stadt laut Barth rund 700000 Euro kosten, was aber auch verdeutlicht, wie sehr Bildung ein Anliegen der Stadt und des Stadtrates sei. Das ließe sich auch am Um- und Anbau der Grundschule Nord ablesen. Ein anderes Thema sei der Wunsch, wieder die Ratsstuben eröffnen zu können. Aber gute Gastronomen zu finden sei schwierig, zumal es ja nicht nur um die Gaststätte gehe, sondern auch um die Bewirtschaftung des Saales bei städtischen wie privaten Veranstaltungen.

Der SPD-Ortsverein hat im Augenblick 49 Mitglieder, es waren auch schon mal an die hundert. Damit liegt die Orts-SPD im Bundestrend der Partei, die über zurückgehende Mitgliederzahlen klagt. Einwandfreie Kassenführung bescheinigte Renate Koßbiehl Kassierer Rudolf Janzik.

Das Ergebnis der Neuwahlen: Vorsitzender Volker Barth, Zweiter Vorsitzender Wilfried Maier, Schriftführerin Ingrid Siegl, Kassierer Rudolf Janzik sowie Kassenrevisoren Renate Koßbiehl und Jutta Ricker.

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